Kulturkampf ums Home-Office: Aus dem britischen Alltag sind die Corona-Maßnahmen verschwunden. Im Grunde gibt es nur ein Überbleibsel: die Heimarbeit. Doch damit soll nun Schluss sein. Jedenfalls für Beamte, berichtet muehlauer aus London.
Jacob Rees-Mogg ist bekannt dafür, dass er von den Corona-Maßnahmen in Großbritannien nie viel gehalten hat. Nun, da die Vorschriften aus dem britischen Alltag verschwunden sind, dürfte der Tory-Politiker eigentlich zufrieden sein. Die Freiheitseinschränkungen sind schließlich abgeschafft, kaum jemand trägt noch Maske, auch nicht in der Londoner U-Bahn zur Rushhour.
Gemeinsam mit Boris Johnson hat er der Heimarbeit den Kampf angesagt. Der Premier mokierte sich in dieser Woche über eine"mañana culture", die sich unter den Daheimarbeitenden breitgemacht habe. Ganz nach dem Motto: Morgen, morgen, nur nicht heute, sagen alle faulen Leute. Rees-Mogg würde das wohl nie so drastisch formulieren, er führt den Kulturkampf ums Home-Office lieber in seiner Eigenschaft als"Minister for Government Efficiency". Er ist im Grunde dafür verantwortlich, dass die Regierungsmaschine möglichst effizient läuft. Dazu gehört für ihn auch die Frage, ob die Büros der Beamten überhaupt ausgelastet sind, verursachen diese doch mitunter hohe Kosten für die Steuerzahler.
Und so hinterließ er auf Schreibtischen und Pinnwänden ein Kärtchen mit einer aufgedruckten Nachricht, die es wert ist, im Original zitiert zu werden:"Sorry you were out when I visited." Und weiter:"I look forward to seeing you in the office very soon." Darunter noch"With every good wish" der Name des Absenders, Jacob Rees-Mogg.
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