Der chinesische KI-Chatbot DeepSeek sorgte weltweit für Aufsehen aufgrund seiner beeindruckenden Leistungen und extrem niedrigen Entwicklungs-Kosten. Doch nun wirft die US-Behörde den Verdacht des Datendiebstahls gegen das Start-up auf.
Ein neues KI-Programm sorgte in den letzten Tagen weltweit für Aufsehen. „DeepSeek“ – die chinesische Antwort auf ChatGPT – schien zunächst allein die gesamte westliche Tech-Szene zu überflügeln. Das kleine Start-up erreichte sofort die Spitzenposition der Download-Charts von Apple. In der Folge stürzten die Kurse der größten Aktiengesellschaften.
Nvidia, der gefeierte Chip-Produzent, dessen Produkte bisher die Basis fast aller großen Anwendungen der Künstlichen Intelligenz bildeten, verlor an einem Tag 575 Milliarden Euro (minus 17 Prozent) an Wert. Was war an DeepSeek so besonders? Es heißt, die Entwickler benötigten nur 5,6 Millionen Dollar, um es fertigzustellen. Das ist nur ein Bruchteil dessen, was andere Projekte dieser Art verschlingen. Die Technologie-Szene war im Schock, es schien ein neues Zeitalter der KI anzubrechen. Nach der Schockstarre wuchsen die Zweifel. Sind die Mini-Kosten doch ein Fake? Wieso konnte dieses Produkt solche guten Antworten liefern? In Redmond (Washington) könnten jetzt Antworten darauf gefunden werden. Im Herbst des letzten Jahres beobachteten sie den Abfluss großer Datenmengen über eine Schnittstelle der OpenAI-Software (Muttergesellschaft von ChatGPT). Der Datendiebstahl wird in einem TV-Interview als möglich bezeichnet: „Es gibt stichhaltige Beweise dafür, dass DeepSeek Informationen aus den KI-Modellen von OpenAI destilliert hat.“ Die ChatGPT-Entwickler von OpenAI wollen Gegenmaßnahmen ergreifen: „Für die Zukunft ist es von entscheidender Bedeutung, dass wir eng mit der US-Regierung zusammenarbeiten, um die leistungsstärksten Modelle bestmöglich vor den Bemühungen von Gegnern und Konkurrenten zu schützen, US-Technologien zu übernehmen.“ Dabei will die Behörde wissen, welche persönlichen Daten gesammelt werden, aus welchen Quellen, zu welchen Zwecken, auf welcher rechtlichen Grundlage und ob sie in China gespeichert werden. Es handelt sich um eine der ersten Maßnahmen der Aufsichtsbehörde, die sich gegen das chinesische Start-up richtet.
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