Ein langjàngender Streit um Einnahmen zwischen dem Deutschen Skiverband (DSV) und dem Skiclub Partenkirchen hat das Skispringen-Projekt der Vierschanzentournee 2027 am Neujahrstag in Garmisch-Partenkirchen ins Wanken gebracht. Derzeit steht der 1. Januar-Rennen mit einem Sternchen im Wettkampfkalender des Weltverbandes FIS und fehlt eine Bestätigung für den Austragungsort. Stattdessen steht „GER“ für Germany. Als Neuererin soll es erstmals eine Tournee für Frauen und Männer geben. Es ergeben sich jedoch offene Fragen zu den Einnahmen und den Konsequenzen für die Zukunft. Der Deutsche Skiverband sieht Differenzen mit dem Olympia-Gastgeber und betont seine Bedeutung für die Vierschanzentournee. Gleichzeitig ist es medial durchgestochen, was zu einer medialen Sensation geführt hat.
Ein Streit ums Geld lässt das Skispringen im Rahmen der Vierschanzentournee am Neujahrstag in Garmisch-Partenkirchen wackeln. Der Disput zwischen dem Deutschen Skiverband und dem Skiclub Partenkirchen reicht so weit, dass der 1.
Jänner 2027 im Wettkampfkalender des Weltverbandes aktuell mit drei Sternchen versehen ist und eine Bestätigung für den Austragungsort fehlt. Stattdessen steht „GER“ für Germany. Erstmals soll es eine Tournee für Frauen und Männer sein. Es gibt Zeitpläne, es gibt ein Konzept und zugleich die offene Frage: Wer bekommt wie viel von den Einnahmen?
Wie ändert sich das, wenn im kommenden Winter die Frauen an Silvester integriert werden und das Neujahrsspringen erstmals unter Flutlicht statt wie bisher um 14 Uhr steigt? Wie zuerst die „Bild“ berichtete, will der Skiclub in Partenkirchen deutlich mehr als die niedrige siebenstellige Summe, die er bisher erhält. Dazu erhält der Verein die Einnahmen der Ticketverkäufe, muss aber auch die Infrastruktur für das Großereignis stellen.
Bis zu 30 Prozent zusätzlich fordert der Club dem Vernehmen nach vom DSV, der maßgeblich über die TV-Verträge und durch Sponsoren an dem Event verdient.
„Wir tragen das komplette Risiko, hatten 22 Jahre lang aber keine signifikanten Zahlungsanpassungen. In den vergangenen beiden Jahren hatten wir bei der Tournee Fehlbeträge in unseren Kassen“, sagte Michael Maurer als Präsident des Skiclubs Partenkirchen der „Süddeutschen Zeitung“. Der Deutsche Skiverband stellt fest, dass es seit ein paar Jahren Differenzen mit dem Olympia-Gastgeber von 1936 gibt. Die Tournee ist seit der Gründung 1953 für die vier Orte Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen bekannt.
„Ohne uns gibt es keine Vierschanzentournee“, sagte Maurer. Die FIS und der DSV stehen dementsprechend unter Druck. Dass der Zwist in der wettkampffreien Zeit medial durchgestochen wurde, dürfte kein Zufall sein. Die Organisatoren des SC Partenkirchen verweisen öffentlichkeitswirksam auf die Thematik, die Fans und TV-Zuschauern bisher gänzlich unbekannt war.
Für die erstmalige Austragung der Frauentournee im Winter 2026/27 ist geplant, dass die Frauen jeweils am Tag der Qualifikation der Männer ihre Wettbewerbe austragen. FIS-Präsident Johan Eliasch hatte die Einführung als „einen wahren Meilenstein in der Geschichte des Skispringens und des Wintersports insgesamt“ bezeichnet. User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum.
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