Versuchter Ehrenmord: Prozess und Staatspolitik in Österreich

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Versuchter Ehrenmord: Prozess und Staatspolitik in Österreich
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Die Staatsanwaltschaft sieht einen Ehrenmord an, nachdem ein Vater auf seine 15-jährige Tochter eingestochen hat. Der Prozess gegen ihn geht im Wiener Landesgericht. Im Anhang dieser Nachricht finden Sie einen Link, um Ihre Anmeldung zum FALTER Newsletter zu bestätigen.

Versuchter Ehrenmord : Wie der Prozess gegen den Vater lief, der auf seine 15-jährige Tochter eingestochen hat >>Heiratsanträge, Teil II: Was sagen Stadt und Anrainer zum Steg der Liebe?

>>Film-Tipps von Michael OmastaEitel Wonne, Sonnenschein – und auch ein paar Tröpfelein: Ab Mittag gesellen sich Wolken zur Sonne und vielleicht sogar der eine oder andere Schauer. Die Temperaturen steigen weiter auf bis zu 24 Grad. Der Fall ging im November durch die Medien: Ein Mann soll mehrmals auf seine 15-jährige Tochter eingestochen haben . Gestern bebt das Wiener Landesgericht.

Ein Dröhnen und Zittern, die Sicherheitsschleuse ist kaputt. Zwei Elektriker versuchen, der Sache mit Bohrern Herr zu werden. Es ist morgens, kurz vor neun. Die Securities seufzen schwer.

Zumal die Leute reindrängen. Sie wollen in den Saal 303, dritter Stock links. Hier wird das Familiendrama verhandelt. Und eine staatspolitische Frage: Nach welchen Gesetzen leben die Menschen in Österreich?

Nach jenen in den Gesetzesbüchern, oder den eigenen? Sofern Sie noch kein anderes Newsletterthema von uns abonniert haben, erhalten Sie nun einen Link an Ihre E-Mail Adresse, um Ihre Anmeldung zu bestätigen. Wir nutzen Ihre E-Mailadresse auch, um Sie im Rahmen unserer Kundenbeziehung über eigene Produkte zu informieren. Dies nehmen wir, gestützt auf unser berechtigtes Interesse Werbung zu betreiben, vor.

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Promis treiben Musterprozesse mit Hilfe von Anwälten und Prozessfinanzierern voran, schreibt Florian Klenk. Und fragt sich: Ist das ein Fortschritt im Kampf gegen Hass im Netz oder doch nur eine Einschränkung der Meinungsfreiheit? Doch als es dann kurzfristig danach aussah, als würde Israel tatsächlich gewinnen, bekam sie es plötzlich mit der Angst zu tun. Hier erzählt sie, warum.

“ erschienen ist – damals mit Jörg Haider auf dem Cover. Und man kann wirklich nicht sagen, dass sich in der Szene seither nichts getan hätte. Das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands fand es dringend an der Zeit, eine Neuausgabe zu veröffentlichen, die dieser Tage im Falter-Verlag erscheint. Grund genug für Nina Horaczek, den Herausgeber DÖW-Chef Andreas Kranebitter über die aktuelle Lage zu interviewen.

Ein Afghane sticht auf seine 15-jährige Tochter ein. Die Staatsanwaltschaft sieht einen Ehrenmord. Der Angeklagte macht Zahnschmerzen und menschliches Versagen geltend. Das Opfer: Hält zum Täter.auf eine junge Frau ein.

Es war seine 15-jährige Tochter Mina*. Die Tochter überlebte, weil Passanten dazwischen gingen und ein Allgemeinmediziner in seiner nahen Ordination Erste Hilfe leistete.

„Ich habe es getan, ich bin der Vater. Ich bin im Recht. Sie hat einen Freund. ” Das soll er gegenüber zwei Zeugen gesagt haben, dem Arzt und einem Polizisten.

Der Mann ist von Anfang an geständig. Das wird er auch an diesem 19. Mai 2026 im Landesgericht erklären. Der Vater ist schlaksig, schwarz gekleidet mit breitem Gürtel, kurzen Haaren.

Rasiert. Die Tochter groß, ebenfalls schwarz gekleidet in Bluse und Hose. Die langen Haare hält eine Schmetterlingsspange zusammen. Sie wollte nach der kontradiktorischen Vernehmung Ende Jänner, die zum Opferschutz via Videoübertragung abläuft, heute noch einmal aussagen.

Sie will nicht, dass der Vater während ihrer Einvernahme den Saal verlässt. , der Großvater, ein halbwüchsiger Bruder, Schwestern. Sechs Geschwister hat Mina, sie ist die zweitälteste. Die älteste, 17 Jahre alt, ist schon mit einem Afghanen in Afghanistan verlobt.

Das jüngste Kind ist vier, ein Bub. Als der bullige Schwager mehrfach ein und aus geht, ermahnt ihn die Richterin: „Das ist kein Kaffeehaus. ” Jeder Stuhl trägt das Siegel „Republik Österreich”. Hier spricht die dritte Gewalt unter 15 Neonröhren Recht.

Und kommt an ihre Grenzen. Dreimal hat das Opfer ihre Version jenes Novemberabends stringent erzählt, so sagt es die Staatsanwältin in ihrem Schlussplädoyer. Einmal gegenüber der Polizei gleich am Tag nach der Tat. Dann in zwei Zeugenvernehmungen.

Auch gegenüber dem Psychiater wiederholt sie diese: Der Vater habe ihre Schwester und sie schon im Kindesalter terrorisiert, sollte eine von ihnen jemals mit einem Nichtafghanen anbandeln. Als er von ihrem Freund erfahren habe – der hat rumänische Wurzeln –, habe er ihr gedroht und ihm. Nach seiner Lesart habe sie. Auch die 15-Jährige sei einem Afghanen versprochen gewesen. 22 Jahre alt.

, denn eigentlich habe sie abhauen wollen. Da sei der Vater mitgekommen und habe auf sie eingestochen, „bis das Messer brach”. Der Täter sagt, er habe einmal zugestochen, ja. Er habe Zahnschmerzen gehabt.

Die Tochter habe Probleme gemacht, die Schule geschwänzt und dann abgebrochen, sie hätte den Umgang mit falschen Leuten gehabt. Nicht der Rumäne sei das Problem gewesen, sondern ihre Renitenz. Ja, er sei sich bewusst gewesen, dass ein Messerangriff tödlich ausgehen kann. Sein Verteidiger muss ihm diese Worte aus der Nase ziehen..

„Der Mensch ist schwach. Was kann man machen? Ich habe die Geduld verloren“, sagt der Täter. Das zwölf Zentimeter lange Tatmesser?

So etwas trage er immer bei sich.

„Zum Zwiebelschneiden. ” Er sei Pizzakoch. Die Spurensicherung hatte im November am Tatort nur die Klinge des Messers gefunden. Der Griff bleibt verschollen.

Während der Verhandlung hat man das Gefühl, nur die Hälfte der Wahrheit zu erfahren. Das Opfer, immer noch erst 15 Jahre alt, kein Mädchen mehr und längst keine Erwachsene, in Wien geboren und doch in einem anderen Land verwurzelt, wird die ursprüngliche Version der Tat in der Hauptverhandlung nicht wiederholen. An das meiste will die Tochter sich jetzt plötzlich nicht mehr erinnern. Sie zittert.

Die Drohungen? Der rumänischstämmige Freund sei vielleicht doch nicht das Motiv und sie ein rebellisches Kind gewesen. Sie habe viel falsch gemacht.

„Ich liebe meinen Vater, ich verzeihe ihm. Ich hoffe, dass er bald rauskommt. ” Das Schwurgericht sieht das anders: lebenslang wegen versuchten Mordes . Die Verteidigung hat Berufung angeregt.

Erschrockene Laute der Verwandten, als der Dolmetscher das Urteil auf Farsi wiederholt. Man verlässt das Gerichtsgebäude wieder durch die Schleuse. Das Bohren hat aufgehört. Die staatliche Infrastruktur funktioniert wieder.

Oder immer noch. Auf einer 600 Kilometer langen Wanderung durch die schottischen Highlands entdecken zwei Freunde sich selbst, ihr Leben und ihre Beziehung neu. Großartige Landschaften, viel Emotion und feiner Humor.

„Der ultimative Wander-Film“ The Guardian ★★★★, nun ist er auch schon wieder ausgeschöpft. Neue Reparaturbons können also nicht mehr beantragt werden. Wer schon einen beantragt hat, kann ihn aber noch einlösen, solange er gültig ist. Rund 60.000 Gegenstände seien seit Beginn des Förderprogramms repariert worden, heißt es in einer Aussendung derSie nannten sich „Feuerteufel 1040“-Bande.

Gestern wurden zwei junge Frauen am Wiener Landesgericht zu teilbedingten Haftstrafen verurteilt, weil sie im Herbsthatten. Die meisten Tatorte lagen im 4. Bezirk. Die 18-Jährige, die zum Tatzeitpunkt noch nicht volljährig war, bekam 24 Monate, davon 8 Monate unbedingt.

Die 19-Jährige fasste 42 Monate aus, 14 davon unbedingt. Und eine Dritte, ebenfalls 19, die als Aufpasserin fungierte, 30 Monaten und einem Monat unbedingter Haft verurteilt. Das Gericht verpflichtete alle drei per Weisung zu Psychotherapie und psychiatrischer Behandlung.beschlossen. Fix war das nicht, ursprünglich hieß es, die Stadt wolle die Dotierung streichen.

Nun gibt es doch eine Förderung, aber die fällt mit 100.000 Euro deutlich geringer aus; im Vorjahr wurde das Konzert noch mit 250.000 Euro gefördert. Den Rest der Kosten übernehmen heuer der Bund und Sponsoren. Das Konzert findet am 19. Juni im Schlosspark von Schönbrunn statt.

Das „Handbuch Rechtsextremismus“ verschafft seit den 1990er-Jahren einen Überblick über das mächtige rechtsrechte Lager in unserem Land. Nun gibt es eine neue Auflage des Buches, erschienen imDass der Steg an der Alten Donau regelmäßig für Heiratsanträge gekapert wird, freut nicht alle. In Wien dürften öffentliche Heiratsanträge generell im Trend liegen. Die Liebe ist ein seltsames Spiel.

Sie kommt und geht von einem zum ander’n – und zwischendurch räkelt sie sich auf einem.

„Die Leute werden von den öffentlichen Steganlagen ausgesperrt. ” Manchmal würden die Organisatoren sogar Securities vor den Eingang des Stegs stellen. Dürfen sie das? Laut MA 45 , die für die Stege auf der Alten Donau zuständig ist, sei „eine offene Nutzung zu gewährleisten – öffentliche Stege dürfen z.

B. nicht reserviert bzw. versperrt werden. ” Der 22. Bezirk kennt die Thematik. Der Unmut dürfte sich allerdings in Grenzen halten, wer läuft schon Sturm gegen die Liebe?

Im April 2024 habe es eine Beschwerde zur Vereinnahmung des Stegs gegeben, heißt es aus dem Büro der Bezirksvorstehung Donaustadt. Die MA 45 habe gesagt, „sie würden den mobilen Inselservice beauftragen, dort aufzuklären, dass dies so nicht möglich und auch nicht rechtens ist. ” Seitdem seientwickelt, gerne auch an öffentlichen Orten. Aber wenn man den Partner in aller Öffentlichkeit mit einem Kniefall in die Enge treiben will – muss man das anmelden?

Die MA 36, die für Veranstaltungen zuständig ist, schreibt: „Familienfeiern, wie zB Hochzeiten, sind vom Wiener Veranstaltungsgesetz ausgenommen. ” Außer man feiert auf öffentlichen Verkehrsflächen, dann bräuchte man eine Bewilligung der MA 46 . Mit Anträgen kennen sich die Wiener Magistratsabteilungen aus. Luise Platter plant seit 2018 Heiratsanträge für ihre Kunden.

Von dem Steg auf der Alten Donau hat sie bereits gehört.

„Die Donau ist sehr beliebt, aber es gibt auch andere Hotspots in Wien. ” Auf TikTok bekomme sie gerade sehr viele Anfragen, besonders zumZu 99 Prozent sind ihre Kunden Touristen, sagt Platter. Viele würden extra für den Antrag nach Wien reisen. Sie kommen aus den USA, aber auch aus Deutschland, England, Israel, der Ukraine – „von überall” eben.

„In den USA sind organisierte Anträge schon länger ein großes Ding, jetzt dürften sie über Social Media auch zu uns weitergezogen sein. ” Wien sei nochOb pompöse Heiratsanträge tatsächlich boomen, lässt sich mit Zahlen schwer belegen. Schade, was ist schon romantischer als Statistiken? Geht man davon aus, dass die meisten ihrem Antrag tatsächlich Taten folgen lassen, belegt dieden Trend: Die Zahl der Eheschließungen steigt in Wien, geringfügig, aber doch.

Laut Statistik Austria wurden im Vorjahr 9.500 Ehen geschlossen, das ist ein Plus von 0,5 Prozent im Vergleich zu 2024. Dennoch: Auf die Bevölkerung gerechnet, wird in Österreich nur im Burgenland seltener geheiratet als in Wien. Zumindest bis die Proposal-Influencer die Stege am Neusiedlersee entdecken. Diesmal wird’s ein bisserl grauslich: Darum kommt man nicht herum, wenn man es mit Hunden zu tun hat.

Wobei Finis Art des Urinierens auch als Performance durchgehen würde.

„Mein Kopfkino muss wieder in die Realität zurückfinden”, schrieb mir vor Kurzem eine Leserin und bat mich um ein Foto der „im Handstand auf Tulpen pinkelnden Fini”. Nein, da draußen sitzt niemand herum und stellt sich aus bloßer Willkür vor, welche Verrenkungen mein Hund beim Wasserlassen vollführt. Zumindest hoffe ich das. Die Leserin bezog sich auf eine vorangegangene Kolumnenausgabe, in der ich das Thema gestreift und auf ein andermal vertagt hatte.

Heute ist also ein andermal. Denn wenn sich eine Leitphrase in meinen Kopf gedroschen hat, dann die, die mir meine ältere Schwester beim aggressiven Uno entgegenbrüllte:Eine Lektion fürs Leben: Gesellschaftsspiele sind furchtbar und zu den eigenen Aussagen sollte man stehen. Also gut. Dafür müssen wir einen sanften Köpfler in die Untiefen der Hundepsychologie wagen.

Denn entgegen der vorherrschenden Meinung ist das Haxerl-Heben nicht nur den Rüden vorbehalten. Auch Weibchen können ihr Revier markieren. , bewertete vor Kurzem wieder einmal eine völlig Fremde im Vorbeigehen das Gebaren meines Hundes, als Fini in Schieflage auf einem Baumstamm hing und ihres Amtes waltete wie ein haariges Engerl auf einem Barockbrunnen. Foto von Finis Handstand habe ich leider keines, dafür aber eines von ihr im Garten meiner Mutter.

Die Blumen hier sind tabu, wurde mühsam ausgehandelt. Begonnen hatte es unauffällig. Zuerst hat Fini beim Pinkeln einen ihrer Hinterläufe abgespreizt. Ich dachte, sie kopiert damit etwas ungelenk ihre männlichen Artgenossen.

Süß, dachte ich. Dann ist es eskaliert. Mittlerweile ist es schrulliger Usus ihrer Geschäftsabschlüsse, sich dabei mit einem Hinterbein an eine vertikale Oberfläche zu stemmen wie ein Parcours-Athlet. Offenbar ein, wie ich aus unzähligen Hunde-Blogs gelernt habe.

Je weiter oben man markiert, desto höher der Rang. Das passt zu einem gewissen Größenwahn, der hinter Finis schwarzen Knopfaugen hervorblitzt, wenn wir Huskys und Schäferhunden begegnen. Sie markiert also nicht, sie dominiert.

Allerdings nicht mit so viel Hingabe wie manche männlichen Kollegen. Vor Kurzem besuchte ich mit Fini eine kleine, abgezäunte Hundezone. Darinjeder Größe: Dackel, Pudel, Labrador. Freudig stürmten sie auf Fini los.

Zunächst. Aber offenbar nur deshalb, weil sie wieder irgendwo einen Grashalm markiert hat. Also mussten die Rüden ihre Markierung überschreiben – ebenfalls ein Zeichen von Dominanz. Wie das letzte Wort zu haben.

Nur ekliger. Einer nach dem anderen pinkelten sie also im Kreis. Bis Fini sich angewidert absentierte und mit anderen Grashalmen anlegte. Typisch Boysclub.

Warum sie aber bevorzugt Blumen dominiert, konnte mir noch kein Hundeblogger schlüssig erklären. Vielleicht eine Pollenallergie? Sobald sie ein üppiges Blumenbeet sieht, überkommt sie jedenfalls das Bedürfnis, den wunderschönen. Ergebnisorientiert rennt sie auf die Blumen hin, schwingt sich auf – und der Rest ist widerlich.

Letztens stemmte sie sich dabei voller Gottvertrauen gegen ein robustes, hohes Grasbüschel, verlor die Balance und kippte vom einen auf das andere Hinterbein. Wer beim Pinkeln Räder schlagen kann, ist nicht weit entfernt von der Weltherrschaft. Wien lebt von seinen Grätzeln – und Liv Immobilien haucht ihnen neues Wohnleben ein. Das Credo: Bestand trifft Innovation.

Ob nachhaltiges Bauen im historischen Geblerhof oder moderne Neubauten wie der Michaelagarten – Liv schafft hochwertigen Wohnraum mit Freiflächen, der ökologische Ansprüche erfüllt und das einzigartige Wiener Lebensgefühl bewahrt. Von 28. bis 30. Mai widmet sich die Veranstaltung den versteckten städtischen Versorgungsanlagen, die für den Alltag lebensnotwendig sind. Einegreift das Festivalmotto auf und bittet heute diverse Fachleute zur Diskussion.

Dietmar Feichtinger und Apolline Couret sprechen über ihr Projekt im französischen Nantes: Die breiteste Brücke Europas soll dort als aktive Begegnungszone und Freizeittreffpunkt fungieren. Unter dem Titel „Infrastrukturen im Gespräch“ erforschen die Weltraum Architektin Barbara Imhof und die Landschaftsarchitektin Carla Lo unterschiedliche Facetten des Begriffs. Eine junge Frau aus Weimar fiel in Ohnmacht, als sie über ihre erste Leiche stieg.

Die US-Soldaten, die Buchenwald befreiten, brachten als erste Maßnahme zur Entnazifizierung die Leute aus Weimar in das Konzentrationslager außerhalb ihrer Stadt. Sie sollten sehen, was ihr Drittes Reich verbrochen hatte. Direkt vor den Toren von Weimar waren 56.000 Menschen umgebracht worden. Anfangs waren die Leichen im Krematorium von Weimar verbrannt worden.

Die Überlebenden waren Skelette. Das KZ war irreführend lieblich „Buchenwald" genannt worden, darauf hatten die Weimarer Honoratioren bestanden. Damit ihre Stadt niemals mit dem Grauen des Holocaust in Verbindung gebracht werden würde. Der Plan ist schiefgegangen.

Die britischdeutsche Historikerin Katja Hoyer, deren Buch „Diesseits der Mauer" die DDR-Geschichte aufrollte, zeichnet in „Weimar. Glanz und Grauen der deutschen Geschichte" anhand von Biografien der Bevölkerung die Geschicke der Stadt nach. … . Eine filmisch anspielungsreiche, hyperreflexive Komödie nach Christophe Boltanskis autofiktionalem Roman gleichen Titels, die von schweren Themen mit der Leichtigkeit vergangener Avantgarden erzählt. Bei den Dreharbeiten zu einem Film über den rassistisch motivierten Brandanschlag von Solingen 1993 kommt es zum Eklat.

Denn unter den Requisiten, die am Set verbrannt werden, befindet sich auch ein Koran.

„In Kränkung und Schuldzuweisung verknotet sich ein Ensemble von am Film Beteiligten, die fast alle türkischen respektive kurdischen Migrationshintergrund haben. Der Plot mit der karrierebemühten jungen Regieassistentin, der die Bänder des anstößigen Drehs abhandenkommen – was sie ihren Chefs verschweigt –, gerät zum Paranoiathriller.

“ Marie mag nicht mehr. Sie ist ins Auto gesprungen und losgefahren, wird vielleicht nirgendwo ankommen und nirgendwohin zurückkehren. Da lernt sie an einer Raststation Gerlinde kennen, die ihre Mitfahrerin wird. Obwohl sie aus einer anderen Generation stammt, verstehen sich die beiden Frauen exzellent, und Marie fühlt sich zu Gerlinde hingezogen.

Sie erreichen den albanischen Küstenort Vuno, beziehen ein charmantes Hostel und machen die Türen zu ihrer Vergangenheit auf – zumindest einen kleinen Spalt, damit das Licht der geteilten Gegenwart schmerzlindernd hineinleuchten kann. Das zarte, melancholische Langfilmdebüt von Schauspielerin Julia Windischbauer.

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