Wenig Raum für Fußgänger, viele Parkplätze, breite Autobahnen: In Amsterdam läuft einiges falsch. Mobilität
Wenn Berlin wie Amsterdam wäre … Wenn es um die niederländische Metropole geht, werden deutsche Verfechter der Mobilitätswende sehnsüchtig. Mit pfiffiger Öffentlichkeitsarbeit hat es die Stadt geschafft, sich als Hort des verkehrspolitischen Fortschritts darzustellen. „Amsterdam gilt als Vorbild im Verkehr“, sagt Roland Stimpel aus Berlin, Sprecher des Fachverbands Fußverkehr Deutschland . „Doch die Wirklichkeit ist ziemlich trist. Berlin sollte sie nicht kopieren.
Von dort können wir für unsere Verkehrszukunft vor allem lernen, wie man es nicht machen sollte. Den größten Missgriff hat die niederländische Metropole beim Generalziel getan. Amsterdam hat nicht ernsthaft eine Verkehrswende versucht, die Sicherheit, Entschleunigung, Platzsparen und die Mobilität Ärmerer und Benachteiligter in den Vordergrund stellt. Stattdessen hieß das unausgesprochene Motto „Auto plus Fahrrad“.
In Amsterdam herrscht auch beim Parken Einigkeit zwischen Auto- und Radlobbyisten. Das Auto gibt keinen Raum ab und das Rad steht anderswo – vorzugsweise auf den Bürgersteigen, die in der inneren Stadt meist schmaler sind als in Berlin. Nur selten sieht man Radparkplätze am Fahrbahnrand auf früherem Auto-Abstellraum.Durchgesetzt haben sich in Amsterdam die Lobbys politisch einflussreicher Gutverdiener. Sie leisten sich teure Kraftfahrzeuge.
In einem aber ist Amsterdam vorbildlich: E-Roller zum Ausleihen wurden gar nicht erst erlaubt. Denn vollgestellt mit Fahrzeugen sind die Wege auch so.“
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