Versorgungslage nicht in Gefahr: Netzagenturchef bezweifelt Bedarf an LNG-Terminals
Entgegen vielfacher Befürchtungen war die Versorgungslage mit Erdgas in diesem Winter bislang auch nach dem kompletten Wegfall russischer Importe zu keinem Zeitpunkt ernsthaft in Gefahr. Die Gasspeicher sind immer noch zu knapp 90 Prozent gefüllt. Dabei sind von insgesamt sieben geplanten schwimmenden LNG-Terminals bisher erst zwei in Betrieb.
Müller führte an, dass zwar auch etwa für den Fall vorgesorgt werden müsse, "dass ein Terminal oder eine weitere Pipeline ausfällt". Auch müsse der Bedarf der Nachbarländer berücksichtigt werden. Dennoch sei abzuwarten, "ob am Ende alle derzeit diskutierten Terminals realisiert beziehungsweise voll ausgelastet werden".
Die Bundesregierung treibt den Aufbau der Gasimportanlagen aktiv voran. Sechs der sieben schwimmenden Terminals hat sie selbst gechartert. Später sollen außerdem drei stationäre Terminals an Land entstehen. Umweltverbände kritisieren die Pläne aber als überzogen. Insbesondere weiter gehende Vorhaben für feste Installationen an Land entsprächen nicht den Klimazielen der Bundesregierung.
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