Chandrayaan-3 bzw. dessen Sonde Vikram setzten am frühen Mittwochnachmittag (MESZ) sicher auf, der Subkontinent feiert. Erst vor Tagen war eine russische Mondsonde dort abgestürzt.
Nur wenige Tage nach dem Scheitern der russischen Mondlandemission Luna-25 hat es Indien als viertes Land geschafft, eine Sonde weich auf dem Mond abzusetzen. Chandrayaan-3 setzte diese Sonde demnach am frühen Nachmittag MESZ in der Südpolregion des Mondes auf, teilte die indische Weltraumbehörde ISRO mit. Chandrayaan ist der Name der Gesamtmission sowie des Orbiters, das Landemodul heißt Vikram.
Die Sonde Vikram ist zugleich die erste, die das in dieser Region geschafft hat, und genau hier hätten auch die Russen ihren Apparat landen wollen. Allerdings landete Vikram wie geplant nicht exakt auf 90 Grad südlicher Breite, also dem eigentlichen Pol, sondern doch noch in ziemlicher Entfernung davon auf rund 69 Grad Süd zwischen den Kratern Manzinus C and Simpelius N.-Gipfel in Südafrika zugeschaltete Premierminister Indiens, Narendra Modi.
Indiens Premierminister Narendra Modi, hier bei einer Direktübertragung vom BRICS-Gipfel in Südafrika, gratuliert der indischen Weltraumorganisation ISRO.Der Flug hatte am 14. Juli bei der Satish Dhawan Space Station im südlichen Bundesstaat Andhra Pradesh begonnen. Mit der unbemannten Mission will Indien die kaum untersuchte Südseite des Mondes rund zwei Wochen lang erforschen, dafür ist auch ein Rover namens Pragyan dort.
Aschbacher verwies in einer Nachricht auf die Unterstützung seitens der ESA. So war man in das laufende Monitoring der Funktionen des Landemoduls eingebunden. Auch europäische Weltall-Kommunikationssysteme wurden in den Dienst der wegweisenden indischen Mission gestellt.Indiens Weltraumprogramm hatte in den 1960er-Jahren begonnen. In den ersten Jahrzehnten lag der Fokus vorwiegend darauf, Satelliten günstig ins All zu befördern.
Inzwischen versuchen sich auch Privatunternehmen am Mond. Eine privat finanzierte Mondlandung war erst im April gescheitert: Die Sonde „Hakuto-R“ der japanischen Raumfahrtfirma Ispace stürzte unkontrolliert dort ab. Zuvor waren andere private Mondmissionen gescheitert. Demnächst wollen sich die US-Firmen Astrobotic und Intuitive Machines unabhängig voneinander an einer Landung versuchen.
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