Der Skandal um ein altes antisemitisches Flugblatt lastet auf Hubert Aiwanger. Bayerns Regierungschef Markus Söder hat nun erklärt, dass Aiwanger vorerst im Amt bleibt. Doch er muss 25 Fragen beantworten. Die Freien Wähler in Bayern geben ihm volle Rückendeckung. Alle Informationen im Newsticker.
vorliegen. Im Jahr 2008 fand demnach kurz nach der bayrischen Landtagswahl ein Klassentreffen des Abiturjahrgangs 1993 des Burkhart-Gymnasiums in Mallersdorf-Pfaffenberg statt. Dabei handelt es sich um Aiwangers frühere Schule. Er selbst machte 1991 sein Abitur.
Im Gasthof Pritscher im niederbayerischen Greilsberg hätten sich die Absolventen einer jüngeren Jahrgangsstufe getroffen. Zu diesen sei am späteren Abend ein CSU-Mitarbeiter gestoßen, der zuvor einen Sonderparteitag in München besucht hatte. Dort wurde Horst Seehofer zum neuen Vorsitzenden gewählt. Im Wirtshaus sei dann auch über die Karriere des ehemaligen Schulkameraden Aiwanger diskutiert worden.
Der CSU-Mitarbeiter werde in dem Bericht mit den Worten zitiert, dass man sich „dringend die Schulakte von Hubert Aiwanger besorgen“ müsse, um diesen „politisch fertig zu machen“. Als diese Info wenige Tage später an Aiwanger herangetragen wurde, sei dieser völlig empört gewesen und habe sich umgehend bei Seehofer beschwert. Diesen Sachverhalt bestätigte Aiwanger dem „Spiegel“. Bei dem entsprechenden Termin bei Seehofer habe er ihn gefragt, „ob ich ausgeforscht werde“.
Auch Seehofer äußerte sich gegenüber der „Spiegel“-Redaktion: Er könne „nicht ausschließen, dass Herr Aiwanger damals gesagt hat, es werde eine unsägliche Kampagne gegen ihn geführt“. Ihm sei jedoch „nicht erinnerlich, dass ich einen Auftrag gegeben hätte oder belastbare Informationen bekommen hätte, in der Richtung, wie sie heute über Herrn Aiwanger auf dem Tisch liegen“.
„Nach Auskunft des aktuellen Schulleiters des Burkhart-Gymnasiums Mallersdorf-Pfaffendorf sind an der Schule keine Unterlagen zur Behandlung des Falls Aiwanger im Schuljahr 1987/88 vorhanden", antwortete das Kultusministerium auf Anfrage des „Auch an der Dienststelle des Ministerialbeauftragten für niederbayrische Gymnasien gebe es keine Unterlagen zu dem Fall. Weitere Prüfungen seien noch abzuwarten, hieß es. „Das Staatsministerium steht mit der Schule in Kontakt.
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