Im Betrugsprozess um den Abgasskandal bei der VW-Tocher Audi hat der frühere Firmenchef Rupert Stadler ein Geständnis angekündigt. Das Gericht stellt eine Bewährungsstrafe in Aussicht, wenn er gesteht und eine Geldauflage von 1,1 Millionen Euro zahlt.
Im Strafprozess um den Abgasskandal bei Audi hat der frühere Vorstandschef Rupert Stadler ein Geständnis angekündigt. Nachdem er die Betrugsvorwürfe jahrelang bestritten hatte, stimmte Stadler am Mittwoch einem Deal mit dem Landgericht München zu, der laut Richter Stefan Weickert"ein vollumfängliches Geständnis" vorsieht.
Prozessbeteiligte erwarten das Urteil im Juni. Eine Erklärung Stadlers sei am 16. Mai geplant, sagen seine Verteidiger Thilo Pfordte und Ulrike Thole-Groll. Offen blieb aber, ob Stadler selbst sprechen wird oder seine Anwälte reden lässt. Zwei Mitangeklagte hatten Geständnisse von ihren Verteidigern verlesen lassen.
Hatz und der Ingenieur haben gestanden, Motoren manipuliert zu haben. Damit wurden laut Anklage gesetzliche Abgaswerte zwar auf dem Prüfstand, aber nicht auf der Straße eingehalten. Audi-Chef Stadler soll es nach dem Auffliegen des Skandals versäumt haben, den Verkauf der manipulierten Autos zu stoppen.Das Gericht sieht einen Großteil der Anklagevorwürfe als so gut wie erwiesen an.
Ursprünglich hatte die Staatsanwaltschaft Stadler ab September 2015 in der Verantwortung gesehen, weil ihm zu diesem Zeitpunkt die Manipulationen klar geworden seien. Seit März geht das Gericht aber davon aus, dass dies erst zehn Monate später der Fall gewesen sei. Damit wäre Stadler erst für ab Juli 2016 verkaufte Autos verantwortlich.
Gericht und Staatsanwaltschaft hatten auf Stadlers millionenschwere Vorstandsgehälter bei Audi und Volkswagen sowie auf sein Geld- und Immobilienvermögen verwiesen. Die Anwälte hatten eingewandt, Stadler habe derzeit kein Einkommen und müsse wohl auch die millionenschweren Prozesskosten tragen. Außerdem behalte Volkswagen wegen des mit Stadler 2021 geschlossenen Vergleichs bei einem Schuldspruch 4,1 Millionen Euro ein, hatte der Richter Stadlers Anwälte zitiert.
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