Am 3. Oktober findet zwischen 12 und 13 Uhr der jährliche Zivilschutz-Probealarm in Österreich statt. Die Sirenen werden getestet und die Bevölkerung soll die Warnsignale kennenlernen.
Am 3. Oktober werden in ganz Österreich die Sirenen getestet. Zwischen 12 und 13 Uhr findet der jährliche Zivilschutz-Probealarm statt. Dabei werden die verschiedenen Warnsignale ausgelöst und die Bevölkerung soll sich mit ihnen vertraut machen.
Probealarm testet Sirenen und Warnsignale
Beim Probealarm werden neben einem Testsignal auch die drei Signale Warnung, Alarm und Entwarnung ausgelöst. Ein gleichbleibender Dauerton ertönt drei Minuten lang. Er bedeutet, dass sich eine Gefahr nähert. Betroffene sollen Radio, Fernsehen oder offizielle Informationskanäle verfolgen und weitere Anweisungen beachten.
Eine Minute lang ist ein auf- und abschwellender Heulton zu hören. Er signalisiert unmittelbare Gefahr. In diesem Fall sollen schützende Bereiche aufgesucht und die Anweisungen der Behörden befolgt werden.
Der Zivilschutzverband ruft dazu auf, den Probealarm zu nutzen, um sich die Bedeutung der einzelnen Signale wieder in Erinnerung zu rufen. Die Sirenen bleiben weiterhin ein wichtiger Teil des österreichischen Warnsystems.
ZIVA-App ergänzt Warnsystem
Entwickelt wurde ZIVA vom Österreichischen Zivilschutzverband. Die App bündelt Informationen zu Gefahren, Empfehlungen für die persönliche Vorsorge und Warnungen in Echtzeit. Nutzer können sich außerdem für mehrere wichtige Aufenthaltsorte Warnungen anzeigen lassen.
Die ZIVA-App soll nicht erst bei einer akuten Gefahr zum Einsatz kommen. Sie bietet auch Empfehlungen und Checklisten, mit denen sich Haushalte auf mögliche Notfälle vorbereiten können.
Im Ernstfall stellt die App zudem aktuelle Warninformationen und Handlungsempfehlungen bereit. Damit sollen sich die unterschiedlichen Systeme ergänzen: Sirenen weisen auf eine Gefahr hin, AT-Alert übermittelt Warnungen auf kompatible Mobiltelefone und ZIVA liefert zusätzliche Informationen sowie Empfehlungen zur Vorsorge und zum Verhalten.
Vorsorge-Check für den Ernstfall
Der Zivilschutzverband empfiehlt, den 3. Oktober auch für einen persönlichen Vorsorge-Check zu verwenden. Familien sollten etwa klären, ob alle die Sirenensignale kennen und wissen, wo sie im Ernstfall verlässliche Informationen erhalten.
Außerdem könne überprüft werden, ob ein Notvorrat für mehrere Tage vorhanden ist, Taschenlampen, Radio und andere wichtige Geräte funktionieren sowie Medikamente und wichtige Dokumente griffbereit sind. Wer ZIVA verwendet, kann zudem kontrollieren, ob die relevanten Aufenthaltsorte in der App hinterlegt sind.
Zivilschutz beginnt nicht erst im Katastrophenfall. Wer vorbereitet ist, kann im Ernstfall ruhiger und sicherer handeln, betont Hanger. Der bundesweite Probealarm am 3. Oktober soll damit nicht nur die Technik auf die Probe stellen, sondern auch die Bevölkerung mit den Warnsignalen und den notwendigen Schritten im Ernstfall vertraut machen.
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