Ein Brand in einem Mehrfamilienhaus in Hasloh löste am 3. Oktober einen Großeinsatz der Feuerwehr aus. Eine Person wurde verletzt, und die Einsatzkräfte mussten den Brandherd erst durch aufwendige Sucharbeit lokalisieren, bevor sie das Feuer löschen konnten. Die Bevölkerung wurde via Warnapp über die Rauchentwicklung informiert.
Ein Wohnungsbrand hat am Sonnabend, 3. Oktober 2026, zu einem umfangreichen Feuerwehreinsatz in Hasloh geführt. Bei dem Feuer in einem Mehrfamilienhaus wurde eine Person leicht verletzt vorsorglich ins Krankenhaus gebracht.
Feuerwehr Hasloh kämpft gegen starke Rauchentwicklung
An die 100 Einsatzkräfte waren über mehrere Stunden mit den Lösch- und Aufräumarbeiten beschäftigt. Der erste Alarm ging um 17.40 Uhr für die Freiwillige Feuerwehr Hasloh mit dem Stichwort FEU (Feuer Standard) ein. Vor Ort stellte der stellvertretende Wehrführer und Einsatzleiter Markus Ketelsen eine starke Rauchentwicklung aus einem Gebäudekomplex von zwei miteinander verbundenen Einfamilienhäusern mit insgesamt vier Wohnungen fest. Kräfte der FF Quickborn, die wegen eines anderen Einsatzes noch auf Funk waren, zogen ebenfalls mit in die Straße Am Barkenkamp.
Die Bewohner hatten die Wohnungen bereits verlassen. Eine Person wurde vorsorglich mit einem Rettungswagen zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus eingeliefert. Mehrere Trupps unter schwerem Atemschutz drangen über die drei Eingänge in das Gebäude vor, hatten aufgrund der verschachtelten Aufteilung aber Schwierigkeiten, den Brandherd zu lokalisieren. Der Rauch hatte sich über baulich bedingte Öffnungen und Hohlräume nahezu im gesamten Gebäude ausgebreitet.
Von außen wurden über die Drehleiter einige Dachpfannen aufgenommen, weil auch dort Rauch hervorquoll. Wegen des Bedarfs an Atemschutzgeräteträgern wurde das Stichwort schließlich auf FEU 2 erhöht. Damit wurde auch die Atemschutznotfallstaffel der FF Bilsen alarmiert.
Warnapp Nina und Abschluss des Einsatzes
Außerdem wurde wegen der zunehmenden Rauchentwicklung über das Modulare Warnsystem MOWAS die Warnapp Nina ausgelöst und die Bevölkerung in Hasloh aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die Einsatzkräfte öffneten mehrere Zwischendecken und Mauern auf der Suche nach dem Feuer. Als dieses endlich lokalisiert wurde, konnte es zügig gelöscht werden. Um 20.20 Uhr wurde "Feuer aus" gemeldet.
Die Aufräumarbeiten dauerten eine weitere Stunde an. Da man zunächst von einer noch längeren Einsatzdauer ausgegangen war, wurde die FF Tangstedt zur Gebietsabdeckung nach Quickborn alarmiert. Sie musste nicht mehr eingreifen. Für die Verpflegung der Einsatzkräfte sorgte die Logistikeinheit des THW Barmstedt.
Der Schlauchwagen des Kreisfeuerwehrverbands Pinneberg brachten Atemluftflaschen und Schläuche nach Hasloh. Angaben zu Brandursache und Schadenshöhe können seitens der Feuerwehr nicht gemacht werden. Die Kripo ermittelt.
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