Beim Extremwetterkongress in Hamburg warnen Sven Plöger und Özden Terli vor den Folgen der globalen Erhitzung. Nach Hitzewellen, Waldbränden und Trockenheit im Sommer 2026 fordern die Meteorologen mehr Klimaschutz, Bildung und Anpassung.
Hitze wellen, Waldbrände und Trockenheit: Nach dem außergewöhnlich heißen Sommer 2026 fällt die Bilanz beim Extremwetterkongress in Hamburg düster aus. Zwei der bekanntesten deutschen TV- Meteorologen finden dabei deutliche Worte.
, seit Jahrzehnten als Wetterexperte im Ersten bekannt, beobachtet auf dem Kongress seit Jahren dasselbe Muster.
"Man merkt seit vielen Jahren, dass wir bei jedem Extremwetterkongress so eine Art Déjà-vu erleben", sagte der 59-Jährige. Die Themen würden sich wiederholen – nur bei stetig steigenden Temperaturen. Besonders ernüchternd sei die Entwicklung bei den Treibhausgasen:"Wir haben seit dreißig Jahren gesagt, die Emissionen müssen runter, und seit dreißig Jahren gehen die Emissionen rauf. So kann man Ziele nicht erreichen.
" Mit einem Fußballvergleich beschreibt Plöger, wie er die aktuelle gesellschaftliche Debatte wahrnimmt:"Stellen Sie sich mal vor, da spielt die Mannschaft Klimavernunft gegen die Mannschaft Realitätsverweigerung, dann steht es im Moment gefühlt 1:3. " Globale Anomalie der Bodenlufttemperatur. Diese Grafik zeigt die täglichen Durchschnittswerte der globalen mittleren Lufttemperaturanomalien aus dem globalen Reanalyse-Datensatz ERA5, beginnend im Januar 1940 bis zu zwei Tage hinter der Echtzeit. Referenzzeitraum: 1991–2020Wie die"Süddeutsche Zeitung" berichtet, sieht Plöger fehlendes Wissen als einen entscheidenden Faktor in der Klimadebatte.
Sein Befund:"Das größte Einfallstor für Klimaforschungsleugner ist ein nicht ausreichender Bildungsstand.
""Das ist ja kein Klimawandel. Das ist ja ein epochaler Umbruch in der Menschheitsgeschichte", erklärt Terli:"Das ist ein Impact, der so massiv ist, dass sich alles verändert. Und das ist etwas, das wird einfach nicht klar genug kommuniziert.
" Wie das Leben in einigen Jahrzehnten aussehen wird, könne er nicht vorhersagen. Seine Einschätzung fällt dennoch drastisch aus:"Ich habe keine Ahnung, wie die Menschen 2080 leben werden. Es wird definitiv nicht auf dem Level sein wie jetzt. Es wird super, super übel werden.
"Huss hielt darauf eine sechs Meter lange Stange. Genau so viel Eis war dort innerhalb von drei Monaten verschwunden.
"Wir schauen den Gletschern zu, wie sie im Prinzip verschwinden", sagte Terli. Auch in Gesprächen mit Menschen bemerke er inzwischen eine Veränderung. Über den Sommer 2026 höre er vielfach dieselbe Reaktion:"Dieser Sommer war total krass.
"Plöger warnt zugleich vor den wirtschaftlichen Folgen zunehmender Wetterextreme. Irgendwann könne ein Punkt erreicht werden, an dem Klimaanpassung schlicht nicht mehr finanzierbar sei.
"Alle Volkswirtschaften der Welt zusammen können irgendwann alles nicht mehr bezahlen, wenn die Schäden sich so verstärken", sagt der Meteorologe. Probleme könnten etwa entstehen, wenn Flüsse wegen niedriger Wasserstände für Transporte nicht mehr ausreichend genutzt werden können. Trotz der düsteren Aussichten wollen beide Meteorologen nicht resignieren. Terli formuliert es so:"Vielleicht gibt es keine .
Aber das bedeutet ja nicht, dass wir uns ergeben müssen. "
Özden Terli Extremwetterkongress Klimawandel Globale Erhitzung Hitze Rekordhitze Sommer 2026 Wetter Meteorologen Aletschgletscher Klimaschutz Extremwetter
Österreich Neuesten Nachrichten, Österreich Schlagzeilen
Similar News: Sie können auch ähnliche Nachrichten wie diese lesen, die wir aus anderen Nachrichtenquellen gesammelt haben.
LottoPlus zieht ohne Sechser - Steirer gewinnt beim Joker 245.426,60 EuroBei den beiden LottoPlus-Ziehungen gab es jeweils keinen Sechser. Die nicht ausgeschüttete Gewinnsumme wurde auf die niedrigeren Gewinnränge verteilt. Ein Spieler gewann beim Joker mit der vollständig richtigen Zahl 520601 jedoch 245.426,60 Euro.
Weiterlesen »
Kunstdiebstahl beim Heurigen – 3.500 Euro für HinweiseKunstdiebstahl beim Heurigen in Mödling: Gemälde der Wirts-Tochter am Herren-WC gestohlen. 3.500 Euro Belohnung für Hinweise!
Weiterlesen »
Luigi Barbaro Jr. hat beim Stanglwirt 'Ja' gesagtFür Luigi Barbaro Jr. und Lara Zankena wurde aus einem September-Wochenende in Tirol ein ganz besonderes: Sie haben am 25. September geheiratet.
Weiterlesen »
Mögliche Schneefälle im Herbst: Meteorologe Ristić warnt vor Kaltlufteinbruch aus OsteuropaDer Meteorologe Ristić weist auf ein operatives Modell des ECMWF hin, das für den 3. und 4. Oktober einen Höhentiefdruckkomplex und kalte Luft aus Osteuropa prognostiziert. Zwar sind die aktuellen Chancen gering, doch deuten die Karten auf zunehmende Kälte in der zweiten Oktoberhälfte hin, die erste Schneeflocken in den Bergen Serbiens ermöglichen könnte, während die Temperaturen im Balkan derzeit noch bei über 25 Grad liegen.
Weiterlesen »
