Wildschweinrotte auf „Kururlaub“ in Baden

Hermann Zimmermann Nachrichten

Wildschweinrotte auf „Kururlaub“ in Baden
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Die niederösterreichische Kurstadt Baden hatte kürzlich „besondere“ Gäste – allerdings solche mit Borsten, vier Hufen und wenig Interesse an Kurmusik ...

Im Kurpark Baden gibt‘s für Wildschweine derzeit ordentlich was zum Mampfen. Die Dürre in den umliegenden Wäldern treibt die Borstentiere auf Nahrungssuche fast bis in die Stadt hinein.

Die niederösterreichische Kurstadt Baden hatte kürzlich „besondere“ Gäste – allerdings solche mit Borsten, vier Hufen und wenig Interesse an Kurmusik und Heilbädern. Die trockenen Wälder rundherum treiben die Borstentiere immer wieder in den Kurpark, wo sie nach Nahrung suchen.

„Wir haben neue Kurgäste in Baden“, berichtet Stadtobergärtner Hermann Zimmermann schmunzelnd. Gemeint ist eine Rotte Wildschweine, die kürzlich im unteren Teil des Kurparks Wiese und Blumenbeete verwüsteten. Dass Wildschweine immer wieder einmal im Kurpark auftauchen, ist nichts völlig Neues. Dass sie sich aber so weit nach vorne wagen und das bereits zu dieser Jahreszeit, hat Zimmermann so noch nicht erlebt.

Auf ihrer nächtlichen Futtersuche sind die Borstentiere durchaus fleißig. Sie suchen nach Wurzeln, Knollen, Früchten und allem, was sich sonst noch im Boden versteckt. Zu Gesicht bekommt man die tierischen Besucher allerdings kaum. Auf einigen Rasenflächen wurde auf jeden Fall ordentlich umgegraben.

Für die Wildschweine offenbar eine Art nächtliches Buffet – für die Gärtner eher weniger erfreulich. Besonders der untere Kurpark wird bewässert und ist dadurch für die Tiere offenbar besonders interessant, erklärt Zimmermann. Von dort fraßen sie sich kürzlich sogar bis zum Undine-Brunnen am Beginn des Parks vor. Eine Gefahr für die Besucher sieht Zimmermann derzeit nicht.

Die Tiere seien scheu und würden normalerweise das Weite suchen, sobald sie Menschen bemerkten. Nur eines sollte man keinesfalls versuchen: sie zu streicheln. Grund für den ungewöhnlichen Besuch dürfte die anhaltende Trockenheit im Wald sein. Dort finden die Tiere derzeit weniger Nahrung.

Auch deshalb gibt es eine Zusammenarbeit mit Bezirkshauptmannschaft und Jägerschaft. Die Jäger bestücken die Futterstellen bewusst stärker, um den Tieren Nahrung anzubieten. Abzäunen möchte die Stadt den Kurpark deswegen nicht. Im oberen, waldnahen Bereich sollten sich Menschen in der Dämmerung ohnehin nicht aufhalten.

Dann gehört der Kurpark schließlich den Tieren – und die Wildschweine haben dort ihre Ruhe. User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum.

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