Wien sucht nach neuen Einnahmen für die Kultur

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Wien sucht nach neuen Einnahmen für die Kultur
Kulturfinanzierung, Eintrittskartensteuer, Haushaltsabgabe

Der 'Kultur-Euro' ist vom Tisch, aber Wien sucht weiter nach Finanzierungsmöglichkeiten für die Kultur. Im Gespräch sind eine andere Form der Eintrittskartensteuer oder eine Haushaltsabgabe, während ein Aufschlag auf die Hotel-Ortstaxe als unwahrscheinlich gilt.

Der" Kultur-Euro" ist vom Tisch, doch Wien sucht weiter nach Geld für die Kultur. Im Gespräch soll auch eine Haushaltsabgabe sein. Die Details. Der umstrittene" Kultur-Euro" kommt nicht.

Die Suche nach neuen Einnahmen für Wiens Kulturlandschaft dürfte damit aber noch nicht beendet sein. Kultur- und Finanzressort sprechen weiterhin von"neue Wege" zur"nachhaltigen Finanzierung der Kulturlandschaft". Dabei könnten vor allem die Wiener selbst zur Kasse gebeten werden. Im Raum stehen laut den vorliegenden Informationen eine andere Form der Eintrittskartensteuer, eine Haushaltsabgabe oder eine Kombination aus beiden Varianten – das berichtet die"Kronen Zeitung".

Eine Möglichkeit soll hingegen ausgeschlossen sein: Ein zusätzlicher Aufschlag auf die Hotel-Ortstaxe kommt laut dem Büro von Finanzstadträtin Barbara Novak nicht infrage. Eine mögliche Haushaltsabgabe oder eine andere Belastung von Eintrittskarten wurde hingegen weder vom Finanz- noch vom Kulturressort ausgeschlossen, heißt es in dem Bericht der Tageszeitung. Eine Haushaltsabgabe wäre für Wien kein völlig neues Modell. Bis 2024 wurde zusätzlich zur ORF-Gebühr monatlich ein Aufschlag von 15,30 Euro eingehoben.

Dieser wurde auf Betreiben der Neos abgeschafft. Zahlen der Interessengemeinschaft Österreichische Veranstaltungswirtschaft zeigen, wen der inzwischen verworfene"Kultur-Euro" nach deren Berechnungen besonders getroffen hätte. Demnach wären 57 Prozent der Belastung von der Wiener Bevölkerung abseits von Hochkultur und Avantgarde getragen worden. Insgesamt hätte die zusätzliche Belastung in Wien 56 Millionen Euro betragen.

Ausländische Gäste wären demnach für 29 Prozent aufgekommen, Besucher aus den Bundesländern für 14 Prozent. Als Beispiel werden die Einnahmen aus Eintrittskarten genannt: Die Bundestheater kommen demnach auf 65 Millionen Euro, während die Wiener Kinos jährlich 114 Millionen Euro umsetzen. Beim Kinopublikum sollen 95 Prozent aus Wien stammen. Nach dem Aus für den"Kultur-Euro" sieht die Veranstaltungsbranche die Diskussion noch nicht als beendet.

Die Interessengemeinschaft erklärte, sie zähle auf das Wort des Bürgermeisters, weil es"Planungssicherheit für die Kultur und Zukunft für Künstlerinnen und Künstler sowie den Kulturstandort Wien bedeutet". Ihre Forderung ist eindeutig: Es dürfe"kein Zurück oder neue Strafsteuern aus dem Wiener Rathaus" für die Kultur- und Veranstaltungsbranche geben. Der"Kultur-Euro" ist damit zwar Geschichte. Welche"neue Wege" Wien zur Finanzierung der Kultur tatsächlich einschlägt, ist nach den laufenden Gesprächen aber noch offen.

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