Der stark steigende Energiebedarf von KI-Rechenzentren stellt Stromnetze weltweit vor Herausforderungen. Laut einer Studie eines internationalen ...
Der stark steigende Energiebedarf von KI-Rechenzentren stellt Stromnetze weltweit vor Herausforderungen. Laut einer Studie eines internationalen Forschungsteams unter Leitung der Technischen Universität Wien sollten sich Rechenzentren künftig an die Kapazitäten des Stromnetzes anpassen und nicht umgekehrt.
Durch die zeitliche Verschiebung von Rechenaufgaben könnten die Anlagen zur Stabilisierung der Netze beitragen. Bisher seien Rechenzentren in der Netzplanung als gewöhnliche Verbraucher betrachtet worden, die jederzeit eine gewünschte Leistung erhalten müssten. Das Training großer KI-Modelle könne jedoch zu Zeiten stattfinden, in denen besonders viel erneuerbare Energie verfügbar sei. Dafür schlagen die Wissenschafter spezielle Verträge mit einer garantierten Basisleistung und einer bei Netzüberlastung vorübergehend reduzierbaren Zusatzleistung vor.
Eine US-Modellstudie habe gezeigt, dass eine Drosselung von höchstens 35 Stunden pro Jahr ausreichte, um die Netzkapazitäten nicht zu überschreiten.
„Wir sehen, dass Rechenzentren nicht unbedingt dort errichtet werden, wo der Strom am billigsten ist. Entscheidender ist für viele Unternehmen: Wo ist das Netz gut ausgebaut? Wo kann man möglichst schnell einen passenden Netzanschluss bekommen?
“, erklärte Reda El Makroum vom Institut für Energiesysteme und elektrische Antriebe der TU Wien. „Wichtig wäre auch eine bessere Datenlage zum Stromverbrauch der Rechenzentren“, sagte El Makroum. „Um die Netzinfrastruktur gut planen zu können, müsste man besser wissen, wie sich der Stromverbrauch verändert. “ Anonymisierte Betriebsdaten sowie Informationen zur verwendeten Hardware könnten hierbei Abhilfe schaffen.
Wie die Forscher und Forscherinnen betonen, bestehe andernfalls die Gefahr, dass der Boom der Künstlichen Intelligenz zu einer Renaissance fossiler Energieträger führt. So seien etwa Ende 2025 in den USA 39 Prozent der in Planung befindlichen Gaskraftwerksleistung für Datenzentren vorgesehen gewesen. Auch in Norwegen reiche die Kapazität des vorwiegend aus erneuerbaren Quellen gespeisten Netzes stellenweise nicht aus. Hinsichtlich der regionalen Auswirkungen halten die Forscher fest, dass Rechenzentren zwar hohe Investitionen brächten, Arbeitsplätze jedoch vor allem während der Bauphase entstünden.
Auch die Abwärmenutzung könne der Standortgemeinde zugutekommen. Wenn die Entwicklung rechtzeitig geplant werde, könnten Rechenzentren ein funktionierender Teil eines zukunftsfähigen Energiesystems werden. User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum.
KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder derwidersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch
Institut Für Energiesysteme Und Elektrische Antrie Norwegen Technischen Universität TU Wien USA
Österreich Neuesten Nachrichten, Österreich Schlagzeilen
Similar News: Sie können auch ähnliche Nachrichten wie diese lesen, die wir aus anderen Nachrichtenquellen gesammelt haben.
München sichert sich die Oberhand bei der Vergabe der Olympischen Spiele 2036Die bayerische Landeshauptstadt München gewinnt die Bewerbung für die kommenden Olympischen Sommerspiele 2036 und die Paralympic Games für 2036/2040/2044 und wird im nächsten Jahr die erste Auswahlphase des IOC durchlaufen. Der Kern wurde bei einer geheimen Abstimmung des Deutschen Olympischen Sportbunds festgelegt und basiert auf einer umfassenden Analyse sowohl von Infrastruktur und Bürgerbeteiligung als auch von internationalem Ranking.
Weiterlesen »
23:20-Testsieg der ÖHB-Frauen in der SlowakeiÖsterreichs Handball-Frauen sind mit einem 23:20-(12:10)-Erfolg in der Slowakei in die Vorbereitung auf die EM gestartet. Im Testspiel in Malacky ...
Weiterlesen »
Wie gesellschaftliche Resilienz erneutige Extremisierung verhindern kannDer Text plädiert dafür, die Gefahr einer Wiederholung der Machtergreifung der Nationalsozialisten nicht allein mit Verboten, Überwachung und moralischer Belehrung zu bekämpfen. Solche Maßnahmen könnten bei Anhängern der AfD das Gefühl bestärken, von einem überheblichen und invasiven System kontrolliert zu werden. Vielmehr sei eine breit verankerte Kultur des Anstands, der Güte und der Menschenwürde nötig, die gesellschaftlich resilient gegen Radikalisierung wirkt. Dabei warnt der Text vor alarmistischen Mediendarstellungen, die historische Unterschiede zwischen der Weimarer Republik, der NSDAP und der heutigen AfD verwischen, und verweist auf kreative sowie gesellschaftliche Initiativen gegen den Nationalsozialismus.
Weiterlesen »
Der 'Winter Arc' ist zurück – doch wie sinnvoll ist er?'Winter Arc': Der TikTok-Trend setzt im Winter auf Fitness, Disziplin und Ernährung. Ein Experte bewertet im 'Heute'-Interview Nutzen und Risiken des Selbstoptimierungs-Hypes.
Weiterlesen »
