Wichtige Kriterien für Berufseinsteiger im Rechtsbereich

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Wichtige Kriterien für Berufseinsteiger im Rechtsbereich
Berufseinstieg, Cerha Hempel, Laward

Experten wie Clemens Hasenauer und Georg Kodek betonen die Bedeutung praktischer Erfahrungen, Sprachkenntnissen und persönlicher Eignung für den Berufseinstieg in der Wirtschaft. Zudem wird der 18. LAWard für herausragende juristische Arbeiten ausgeschrieben.

Was Berufseinsteiger – neben ihrer fundierten Ausbildung an der Universität – mitbringen sollen, liegt für Clemens Hasenauer, Managing Partner der Wirtschaftssozietät Cerha Hempel auf der Hand: „Neben dem Studium ist es wichtig, praktische Erfahrungen zu sammeln, idealerweise auch im Ausland.

“ Praktika sagt er, seien sehr gefragt und „ein Praktikum ist ein Qualitätskriterium im Lebenslauf“. Weil es zeigt, dass man sich einem Auswahlprozess offensichtlich erfolgreich unterzogen hat. Für die 20 Praktikumsstellen, die beispielsweise Cerha Hempel ausschreibt, gibt es regelmäßig rund 200 Bewerbungen. Die Wirtschaftsrechtskanzlei Cerha Hempel vergibt gemeinsam mit der Wirtschaftsuniversität Wien, der „Presse“ und dem Facultas-Verlag heuer bereits zum 18.

Mal insgesamt 5000 Euro für herausragende Arbeiten in den drei Kategorien Bachelor-, Masterarbeiten und Dissertationen. Der LAWard ist offen für alle juridischen Fakultäten Österreichs. Ende der Einreichfrist: 31. Oktober.

Facultas publiziert die prämierte Dissertation. Daneben legt er auf extra-curriculare Aktivitäten Wert, eben alles, was die Persönlichkeit forme wie beispielsweise ehrenamtliches Engagement.

„Der Gesamteindruck und die Persönlichkeitsstruktur spielen eine große Rolle, wobei gute Noten oft mit einer passenden Persönlichkeit einhergehen. Und die Frage: Passt die Person zu uns?

“ Schließlich sollte man etwa während des Praktikums durch Kompetenz auffallen. „Denn viele Konzipienten werden aus dem Pool der Sommerpraktikanten rekrutiert“, sagt Hasenauer. Zusätzliche Qualifikationen wie Sprachen, kulturelles Interesse und soziales Engagement sind für Arbeitgeber attraktiv, sagt auch Georg Kodek aus der Perspektive als Präsident des Obersten Gerichtshofs und als Zivilrechts-Professor an der WU Wien.

„Um beruflich erfolgreich zu sein, muss man sich von der Masse abheben. “ Dabei zähle das Rundherum mehr, als in oder unter der Mindestzeit durchs Studium zu hecheln. Es sei günstig, in einem anderen Bereich, in der Musik, im Sport Disziplin gelernt zu haben. Mit dem LAWard, dem „Best Thesis Award“ sollen genau diese Ausnahmetalente zusätzlich gefördert werden.

Den österreichweit ausgeschriebenen LAWard vergibt Cerha Hempel heuer bereits zum 18. Mal: In Zusammenarbeit mit der WU Wien, der „Presse“ und dem Facultas-Verlag werden für ausgezeichnete Bachelor- und Masterarbeiten sowie Dissertationen 5000 Euro ausgelobt. Gemeinsam mit Kodek, der auch Vorsitzender der LAWard-Jury ist, und Hasenauer werden Rechtsanwalt und Strafrechtsprofessor Peter Lewisch und Erich Vranes, Professor für Europa- und internationales Recht, die Jury bilden. Eingeladen, ihre Arbeiten einzureichen, sind auch heuer wieder Studierende aller juridischen Fakultäten in Österreich.

Apropos Doktorat: Freilich sei es eine Herausforderung, neben einer beruflichen Tätigkeit abseits eines Assistentenjobs an der Universität zu dissertieren. Allerdings lobt Hasenauer den praktischen Wert dieser Ausbildung.

„Ein fundiertes wissenschaftliches Arbeiten, wie es ein Doktorat erfordert, ist auch in der Anwaltschaft von großem Wert. Es fördert die Genauigkeit bei der Erstellung von Stellungnahmen, Schrift­sätzen, Gutachten und Verträgen.

“ Dies werde in Zeiten von KI immer wichtiger, sagt auch Kodek, es sei eine Schule für gründliches Arbeiten. Übrigens: Für den LAWard wünscht sich Hasenauer viele eingereichte Dissertationen, „weil die sind schon die höchste Disziplin“. Und noch etwas: Berufseinsteiger sollten sich intensiv mit KI beschäftigen und lernen, sie richtig einzusetzen.

„Es ist wichtig, die KI kritisch zu hinterfragen und die Ergebnisse zu prüfen“, sagt Hasenauer, denn neben vielen großartigen und richtigen Antworten, die KI-Systeme auch noch immer Fehler produzieren. Das sei auch wichtig, weil Klienten die volle Haftung des Anwalts erwarten und daher alles geprüft werden muss.

„Es ist wichtig, alles, was die KI kann, auch selbst zu können“, sagt Kodek, „um einen Plausibilitätscheck durchführen zu können. “ An der Universität werden in manchen Seminaren Rechtsprobleme mit und ohne KI gelöst und diskutiert, worin sich die Ergebnisse allenfalls unterscheiden. Breites Wissen, sagt der OGH-Präsident, sei daher unerlässlich.

“ Und Hasenauer sagt: Richtig eingesetzt mache „KI gute Juristen noch besser, die schlechten aber gefährlicher“.

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