Seit 2008 bei der „Presse“ im Bereich Wissenschaft, Forschung und Kultur. Teil des „Presse“-Klima-Teams. Hat zuvor an der Uni Wien Zoologie und Verhaltensforschung studiert (Thema: Wildbienen in Brasilien). 2008 Förderpreis des Staatspreises für Wissenschaftspublizistik. 2015 Winfra-Forschungspreis.
Zurück aus dem Ausland wirken Klospülung, Leitungswasser und Recyclingtonnen angenehm. Warum gibt man in vielen Ländern der Welt eigentlich das Klopapier nicht ins Abwassersystem? Der Durchmesser der Rohre ist enger, ihre Neigung oft ungünstig, um einen gemeinsamen Abtransport von Exkrementen und Zelluloseprodukten zu gewährleisten.
Ein Souvenir aus dem Urlaub: Gedanken über den Umgang mit Ressourcen, Strom und Wasser. Nach ein paar Wochen in Griechenland kommt uns zuhause einiges komisch vor. Nicht nur, dass Hauskatzen so dick ausschauen nach den dürren griechischen – eher so im Haushalt. Erstens: Man sucht beim Klo den Mistkübel fürs Papierl .
Warum wirft man in vielen Ländern der Welt eigentlich Klopapier nicht ins Abwassersystem? Der Durchmesser der Rohre ist enger, ihre Neigung oft nicht günstig, um einen gemeinsamen Abtransport von Exkrementen und Zelluloseprodukten zu gewährleisten. Und es ist ein Relikt aus der Zeit, als Abwasser ungefiltert ins Meer floss oder man auf die Sickerfähigkeit von Sickergruben achten musste. Zweitens: Auf der Suche nach Trinkwasser geht man nach dem Urlaub zum Kühlschrank statt zum Wasserhahn.
Ja, das ist für Leute aus Österreich typisch. Egal, wo die Ferien waren: Zuhause wird Leitungswasser als wertvolles Gut wertgeschätzt. Dass wir hierzulande mit Trinkwasser die Klospülung betreiben, den Garten gießen oder Auto waschen, ist eine andere Geschichte. Drittens: Nach zwei Wochen im Apartment ohne Geschirrspüler geht der händische Abwasch fast automatisch .
Umweltfreundlich ist dies allerdings nur, wenn der Abwasch einen schlecht gefüllten Geschirrspüler ersetzt. Bei gut befüllter Spülmaschine gewinnt das Elektrogerät in der Wasserverbrauch-pro-Geschirr-Quote. Auch Staubsaugen kommt uns komisch vor nach Wochen mit Besen und Wischmopp. Viertens schätzt man in Österreich die Mülltrennung.
Zwar gilt nicht mehr Alfred Dorfers Schmäh , aber wirklich sinnvoll sieht die provisorische Trennung am griechischen Müllplatz auch heute nicht aus. Als brave Mülltrennende wurde unsere Familie sogar gestraft: Eine digital sprechende Recycling-Mülltonne klappte ihren elektronisch gesteuerten Deckel zu, bevor das Kind die Hand mit der eingeworfenen Plastikflasche zurückziehen konnte. Zum Glück geht Recycling in Österreich ohne Schmerzen.
Österreich Neuesten Nachrichten, Österreich Schlagzeilen
Similar News: Sie können auch ähnliche Nachrichten wie diese lesen, die wir aus anderen Nachrichtenquellen gesammelt haben.
'Griechische Tragödie' – Presse zerlegt Klopps DFB-TeamDFB-Team verliert 0:1 gegen Griechenland – internationale Presse kritisiert Klopps missglücktes Heim-Debüt und enttäuschende Spielweise.
Weiterlesen »
Spielerfrau sauer! Tuchel holt Star aus Dubai-UrlaubMorgan Gibbs-White muss Familienurlaub in Dubai abbrechen: Tuchel nominiert den England-Star kurzfristig für die Nations League nach.
Weiterlesen »
Kein Förder-Geld von der EU? Dann springt eben Österreich einMatthias Auer ist seit 2008 Teil des Wirtschaftsressorts der „Presse“ und schreibt dort vor allem über Energie, Innovation und Klima(politik) sowie über deren Folgen für Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit im Land. Er leitet das „Klima-Team“ im Haus und schreibt eine wöchentliche Kolumne in der „Presse am Sonntag“.
Weiterlesen »
Mit diesen Ökostrom-Förderungen hat Österreichs Staat Geld verdientMatthias Auer ist seit 2008 Teil des Wirtschaftsressorts der „Presse“ und schreibt dort vor allem über Energie, Innovation und Klima(politik) sowie über deren Folgen für Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit im Land. Er leitet das „Klima-Team“ im Haus und schreibt eine wöchentliche Kolumne in der „Presse am Sonntag“.
Weiterlesen »