Geboren am 6. Jänner 1973 in Klagenfurt. Abgeschlossenes Studium der Medizin in Wien. Mitarbeiter der „Kleinen Zeitung“ in Klagenfurt ab 1991. Ab 2001 Journalist in der Wiener Redaktion der „Kleinen Zeitung“. Danach Innenpolitik-Redakteur beim Nachrichtenmagazin „profil“. Seit 2005 Innenpolitik-Redakteur bei der „Presse“.
Die Gerhard-Zeiler-Story: Wie es dazu kam, wo wir jetzt sind. Und wie Andreas Babler agiert.gefeiert. Mit dabei waren Vertreter der steirischen, niederösterreichischen, kärntnerischen, burgenländischen Landespartei.
Etliche von ihnen waren eingeweiht, dass es in der kommenden Woche den „großen Aufschlag“ geben würde. Schließlich hatten diverse LandesparteienDass es nun schneller gehen sollte als erwartet, ahnten die Feiernden an diesem Abend nicht. Denn in Wien hatte sichan Puls24 gewandt. Dieser ist zwar mittlerweile Medienberater, aber offenbar auch noch immer Journalist, sprich: Er wollte der Erste sein.
Am Freitagvormittag wurde Pelinkas Statement dann ausgestrahlt, dass sich Gerhard Zeiler in den kommenden Tagen erklären werde.
“, das aus Anlass der Emmy-Verleihung in New York stattfinden hätte sollen, wurde kurzerhand vorverlegt. Ursprünglich war sogar geplant, dass Zeiler seinen Antritt am Montag in der „ZiB2“ verkündet. Der Termin war sogar schon fixiert. Doch auch dieser wurde nun auf Sonntagabend vorverlegt, zumal am Montag auch Wunsch-InterviewerJedenfalls war damit die Katze aus dem Sack.
Die Zeiler nahestehenden Landesgruppen halten sich zwar offiziell bedeckt, versuchen aber im Hintergrund Fakten zu schaffen. Das Vehikel dafür: Das von der Kärntner Landespartei ausgerufene „Arbeitstreffen“ aller neun Landesparteivorsitzenden. Bei diesem soll eine Vorverlegung des nächsten Bundesparteivorstands bzw. Präsidiums erwirkt werden, in dem dann ein Sonderparteitag beschlossen werden soll, auf dem Zeiler Babler herausfordern soll. Der Wunsch, dass Babler davor von sich aus aufgibt, wird sich vermutlich nicht erfüllen.ist ein Kämpfer – und er wird kämpfen.
Auch mit Hilfe der von ihm selbst mitgeschaffenen Parteistatuten. Das wird überhaupt eine Schlacht der Regulative werden. Wenn Babler Zeiler auch noch aussitzt, ist er ganz ein Großer. Rein machtpolitisch verstanden freilich.
Definitiv auf Zeilers Seite jedenfalls: die Niederösterreicher, die Steirer, die Kärntner, die Salzburger. Die Tiroler und Vorarlberger sind in der SPÖ vernachlässigbar. Die Oberösterreicher könnten sich, so die Hoffnung der „Zeileristas“ dem Herausforderer anschließen. Wien ist und bleibt gespalten.
Wohin sichwendet, ist noch nicht absehbar. Ebenso nicht klar ist das Verhalten der Gewerkschaft. Feindlich gesinnt ist sie dem unternehmerfreundlichen Zeiler jedoch nicht. Gewerkschafter in Österreich haben traditionell auch einen sehr pragmatischen Zug.
Ebenfalls im Hintergrund für Zeiler aktiv ist Andreas Rudas, vormals Bundesgeschäftsführer der SPÖ und unter Gerhard Zeiler Generalsekretär des ORF. Rudas ist im Wiener Cottage-Viertel, da, wo der 18. Bezirk auf den 19. trifft, aufgewachsen.
Seine Eltern als gute Sozialdemokraten wollten allerdings nicht, dass er sich nur mit den dortigen „Schnöseln“ herumtreibt. Also schickten sie ihn in die Schule nach Ottakring. Sein Klassenkollege dort: Gerhard Zeiler, der hier bei seinen Großeltern in einer Zimmer-Küche-Kabinett-Wohnung aufwuchs. Ich war gestern früh in Gerhard Zeilers eleganter Villa in Wien-Hietzing zum Interview.
Zeiler ist soziologisch betrachtet ja ein sogenannter Anywhere, lebt ein Leben zwischen New York, London, Salzburg und nun auch wieder Wien. Gerhard Zeiler hat jedenfalls viel zu sagen und holt entsprechend weit aus. Das Kürzen war also nicht ganz so einfach.
„Zeiler hat etwas Professorales“, sagte mir jüngst ein namhafter österreichischer Manager „Und ein entsprechend großes Selbstbewusstsein. “ Das Ergebnis des Interviews lesen Sie. Zeiler saß dabei vor einer Bücherwand mit auffallend vielen politischen Biografien: von Bruno Kreisky über Barack Obama bis Keir Starmer.
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