Lichtverschmutzung: Neue Studie zeigt, wie künstliche Beleuchtung weltweit zunimmt. Satellitendaten belegen starke regionale Unterschiede.
Die Nächte auf unserem Planeten werden immer heller. Das zeigt eine neue internationale Studie , die im Fachjournal" " veröffentlicht wurde. Demnach sind die Lichtemissionen zwischen 2014 und 2022 weltweit um satte 16 Prozent gestiegen - deutlich stärker als das Bevölkerungswachstum im selben Zeitraum.
Für ihre Analyse wertete das Forschungsteam rund 1,16 Millionen Satellitenbilder der NASA aus. Grundlage war der Datensatz"Black Marble Night-Time Light", der störende Einflüsse wie Wolken, Schnee oder Mondlicht herausrechnet. Satellitendaten belegen eine massive Lichtverschmutzung in Indien, China, Europa und den USA.Starkes Plus in China und Indien Die Entwicklung ist allerdings regional sehr unterschiedlich: Während manche Gegenden deutlich heller wurden, ging die Beleuchtung andernorts zurück. Besonders stark fiel das Plus in Asien aus. Vor allem in China und Indien nahm die nächtliche Helligkeit massiv zu - getrieben durch Urbanisierung, Industrie und neue Infrastruktur.In Europa zeigt sich hingegen ein gegenteiliger Trend. Hier bleibt es nachts wieder dunkler. Gründe: effizientere LED-Beleuchtungen, strengere Vorgaben zum Energiesparen sowie direkte Maßnahmen gegen Lichtverschmutzung. Am stärksten war der Rückgang in Frankreich, gefolgt von Großbritannien und den Niederlanden. Auch die Corona-Pandemie hinterließ übrigens sichtbare Spuren bis ins Weltall: Während der Lockdowns ging die Beleuchtung in vielen Ländern merklich zurück.Die Forscher sehen in den Lichtdaten mehr als nur ein Umweltphänomen. Sie liefern auch Hinweise auf wirtschaftliche Entwicklung, technische Veränderungen oder politische Eingriffe. Selbst Krisen wie Naturkatastrophen oder Konflikte können sich im nächtlichen Leuchten der Erde widerspiegeln. "Die schwarze Murmel Erde wird nicht nur heller; sie pulsiert mit immer stärkeren Ausschlägen und hallt wider vom sich verstärkenden Herzschlag menschlicher Aktivität", so die Bilanz der Studie.
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