Warum du beim Sport besser mit dem Bauch atmest

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Warum du beim Sport besser mit dem Bauch atmest
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Benedikt Kommenda, 1963 in Wien geboren, ist seit 1989 Redakteur der „Presse“. Seit 1990 leitet er das wöchentliche „Rechtspanorama“. Er war viele Jahre einer von zwei Chefs vom Dienst und springt heute als solcher bei Bedarf ein. Seit 2023 leitet der leidenschaftliche Radler den „Hobbysport“ der „Presse am Sonntag“.

Wie kann man sich beim Sport durch die Steuerung der Atmung helfen? Christian Almer. Mit der richtigen Atmung kann man eine effiziente Sauerstoffausnützung für die Muskulatur sicherstellen.

Dafür ist zumindest am Anfang der Aktivität eine bewusst vertiefte Atmung entscheidend. Das heißt, dass ich das Zwerchfell, also die Bauchatmung, und damit eine kräftige Atemmuskulatur nutze und nicht die Brustkorbatmung. Bei ihr verwenden wir eine kleinere Atemmuskulatur, die schneller ermüdet und auch mehr Energie braucht. Aber die Bauchatmung funktioniert natürlich, individuell vom Trainingszustand abhängig, nur bis zu einer gewissen Intensität.

Genau: zu Beginn einer Belastung die Tiefe der Atmung ausnützen. Wenn einmal erreicht ist, dass wir dieses Atemzugvolumen nicht mehr erweitern können, geht man automatisch in die schnellere, flachere Atmung. Das heißt aber, die Lungenfüllung ist nicht mehr so effizient und die Sauerstoffübertragung in der Lunge auf die Blutkörperchen ist auch etwas schlechter. Indem man z.

B. durch Atemtechniken, wie sie auch Taucher oder Musikanten verwenden, bewusst diese Atemmuskulatur anzusteuern und möglichst effizient zu nutzen lernt, damit eine gute Lungenausdehnung stattfinden kann. Die Lunge selbst ist ja ein passives Organ und folgt der Atembewegung, die über die Muskulatur sichergestellt wird. Es heißt, dass ausgiebiges Ausatmen wichtig ist. Warum ist das so?

Das Ausatmen ist sicher die wichtigere Phase als das Einatmen. Man muss die Luftmenge, aus der Sauerstoff auf das Blut übertragen worden ist, rausbringen, um die Lunge wieder mit neuer, frischer Luft füllen zu können. Wenn ich nicht so forciert ausatme – das ist zum Beispiel bei der flachen Atmung das Problem –, bleibt mir eine gewisse Restluft in der Lunge, die Sauerstoffübertragung in den Lungenbläschen, den Alveolen, ist schlechter.

Seitenstechen ist eher ein Problem des unrhythmischen Atmens: mal tief, mal flach, mal häufiger, mal gar nicht. Dann kontrahiert die Zwerchfellmuskulatur nicht kontinuierlich im gleichen Rhyth­mus. Und Seitenstechen ist eine krampfartige Reaktion des Zwerchfells. Es kommt auch eher bei weniger trainierten Personen vor.

Jeder kann gern seinen eigenen Rhythmus finden. Bei Laufanfängern bewährt es sich z. B., auf drei Schritte auszuatmen, auf zwei Schritte einzuatmen. Es geht darum, einen gleichmäßigen Rhythmus zu bekommen, der für einen selbst gut passt.

Ja. Die Atmung ein wichtiges Instrument, um unser Nervensystem zu steuern und uns zu regulieren. Ein tieferes, bewusstes Ausatmen würde beispielsweise den Parasympathikus bevorteilen und unseren Stresslevel senken. Deshalb ist es in Stresssituationen sehr wichtig, von der flacheren Brustkorbatmung zu einer tieferen Bauchatmung überzugehen, um sich ein bisschen zu regulieren.

Ja. Er sichert die Energiefreisetzung und hält unsere Systeme auf Hochtouren. Sportwissenschaftler und Physiotherapeut bei „Sport-med-Graz – Sportmedizin und Sportwissenschaft in Graz“

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