Der Kreml wirft der EU vor, sich zu 'militarisieren' - ein Blick in die Abrüstungsgeschichte zeigt, dass sie sich vor allem demilitarisiert hat.
Der Kreml wirft der EU vor, sich zu "militarisieren" - ein Blick in die Abrüstungsgeschichte zeigt, dass sie sich vor allem demilitarisiert hat. Unerwähnt bleibt von Peskow der Grund, warum die Europäische Union wieder mehr Geld in die Hand nimmt: Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine so wie ständige Drohungen russischer Politik er wie– die jeweiligen Verteidigungsetats in Sektoren wie Bildung, Soziales etc verschoben.
Man war davon überzeugt: Einen konventionellen Krieg werde es in dieser Form nicht mehr geben. Diedarauf drängt, Europa solle sich stärker auf die eigene Verteidigung konzentrieren – und diese Forderungen weitgehend ignoriert wurden, scheinen die meisten EU-Staaten drei Jahre nach Kriegsbeginn in der Ukraine handeln zu wollen. Vor allem vor der Möglichkeit eines Wegfalls der US-Unterstützung im Ernstfall.Ähnlich verhält es sich bei vielen anderen, vor allem süd- und westeuropäischen Streitkräften. Während vor allem die osteuropäischen Staaten, allen voran Polen, weit über dem Zwei-Prozent-Ziel der NATO sind, hinken vor allem Deutschland und Spanien hinterher.erreichten, bedeutet das nicht automatisch, dass die kriegsfähig sind: Mangelnder Wehrwille, veraltete Ausrüstung, massiver Munitionsmangel, hohe Pensionierungswellen – die Probleme sind vor allem in Westeuropa beinahe überall dieselben. EtwaDas "vierte Schlachtfeld": Der Kampf um die All-Macht In puncto Drohnenkriegsführung – diese erlebt quasi täglich eine Revolution im Ukraine-Krieg – scheinen europäische Streitkräfte auch drei Jahre nach Kriegsbeginn wenig Anstalten zu machen, größere Ausbildungspläne in den Streitkräften zu implementieren.strukturiert werden sollen: Die Abläufe, Befehlsketten etc. liefen wohl nach NATO-Schema ab, doch wer führt? Ein französischer General? Ein Deutscher? Ein Brite? Wie soll eine operative Führung möglich sein, wenn die deutsche Bundeswehr nach wie vor damit beschäftigt ist, passende Funkgeräte für ihre Fahrzeuge zu finden? Europas Bestrebungen, konventionell verteidigungsfähig zu werden, stecken also noch in den Kinderschuhen. Sollte in den kommenden Jahren der Plan aufgehen, mehr in die Verteidigung zu investieren und das strukturiert und gemeinsam zu tun, dürftevon einer plausiblen, konventionellen Verteidigung die Rede sein . Vor diesem Hintergrund von einer „Aufrüstung“ oder „Militarisierung“ zu sprechen, ist nichts anderes als Teil der russischen Informations-Kriegsführung. Ein Feld, in dem Moskau seit jeher stark ist. Und auch dieses Mal fallen Peskows Meldungen auf fruchtbaren Boden – in einer Gesellschaft, die zu gewissen Teilen nicht mehr daran glaubt, das System, in dem sie lebt, verteidigen zu müssen.
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