Warum Berlins Elif Eralp wegen der „Roten Hilfe“ ein Problem...

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Elif Eralp will die erste Bürgermeisterin der Linkspartei in Berlin werden. Bis ins Jahr 2025 war sie Mitglied in einem Verein, den der Verfassungsschutz als „linksextremistisch“ einstuft und der...

Elif Eralp will die erste Bürgermeisterin der Linkspartei in Berlin werden. Bis ins Jahr 2025 war sie Mitglied in einem Verein, den der Verfassungsschutz als „linksextremistisch“ einstuft und der Querelen mit der US-Terrorliste hat.

Auch in Österreich ist die Gruppe nicht unbekannt. Bis ins vergangene Jahr war Elif Eralp bei einem Verein, den der deutsche Verfassungsschutz als „wichtigste Gruppierung im deutschen Linksextremismus“ einstuft. Nicht, dass Elif Eralp ein Geheimnis daraus gemacht hätte. Für das sogenannte „Taschenbuch des Abgeordnetenhauses“ in Berlin listete sie pflichtbewusst und transparent auf, bei welchen Vereinen sie so Mitglied ist.

Einem Journalisten der „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ fielen dabei Einträge aus den Jahren 2022 und 2023 auf: „Rote Hilfe e. V.“ hatte die Linkspolitikerin bei ihren biografischen Daten angegeben. Das Problem: Der Verein wird vom deutschen Verfassungsschutz als die „größte und eine der wichtigsten Gruppierungen im deutschen Linksextremismus“ bewertet. Die Rote Hilfe ist auch in Österreich nicht unbekannt.

Mit dem Geld sollen Menschen unterstützt werden, die sich politisch engagieren und dabei in Konflikt mit dem Gesetz geraten sind. Dafür müssen sie aber Voraussetzungen erfüllen: Sie müssen zum einen links sein. Zum anderen behält sich die Rote Hilfe vor, jenen die Unterstützung zu entziehen, die sich vor Gericht oder vor den Ermittlern für ihre Taten entschuldigen oder mit den Behörden zusammenarbeiten.

Derzeit sammelt man Gelder, um Verdächtigen vor Gericht oder in Haft zu helfen, die zur linksextremen „Hammerbande“ gehören sollen. Dieser wird vorgeworfen, Neonazis und Rechtsextreme verletzt zu haben.wonach die 45-Jährige damals „unterstützen wollte, dass Menschen einen juristischen Beistand haben, die sich für linke und soziale Themen engagieren, auch wenn sie selbst nicht über die nötigen finanziellen Mittel verfügen“. Sie habe sich nie im Verein engagiert, sei ein passives Mitglied gewesen.

Im vergangenen Jahr sei sie aber ausgetreten – und zwar bevor sie Linken-Spitzenkandidatin für die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus wurde. Sie habe „teilweise andere politische Ansichten“ gehabt, steht in der Stellungnahme. Plausibel wäre aber auch, dass die Mitgliedschaft bei der Roten Hilfe als ein Problem für den kommenden Wahlkampf identifiziert wurde.

Im Verfassungsschutzbericht 2025 – in diesem Jahr war die Juristin Eralp laut eigenen Angaben noch Mitglied – steht, die Rote Hilfe habe das Ziel, „den Rechtsstaat zu delegitimieren, indem sie ihm einen ‚repressiven Charakter‘ unterstellt und Gerichtsentscheidungen als politisch motivierte Klassenjustiz abwertet. Insbesondere Sicherheitsbehörden werden diskreditiert, wodurch der Eindruck eines ‚Polizei- und Willkürstaates‘ erweckt werden soll“. Den Prozess gegen die 2024 in Berlin festgenommene Daniela Klette nannte der Verein beispielsweise „staatliche Rachsucht“.

Die 67-Jährige wurde im Mai noch nicht rechtskräftig zu 13 Jahren im Gefängnis wegen schweren Raubes in sechs Fällen, räuberischer Erpressung und Verstößen gegen das Waffengesetz verurteilt. Klette gehörte einmal zur linken Terrorgruppe „Rote Armee Fraktion“ . Ob die Vereinsvergangenheit der Linken ihr den Weg ins Rote Rathaus von Berlin versperren wird, ist offen. Derzeit versucht Eralp mit Grünen und SPD eine Regierungsmehrheit zu finden.

Neben den Linken finden sich auch bei den Grünen oder der SPD ein paar Politiker, die in der Vergangenheit der Roten Hilfe nahe standen oder sogar Mitglied waren. Rund 18.500 Mitglieder hat die Rote Hilfe, die Zahl hat sich in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt. Das Budget dürfte damit eine Million Euro im Jahr klar überschreiten. Gegründet wurde die Rote Hilfe im Jahr 1924 in der Weimarer Republik.

Unter den Nazis wurde der Verein verboten, später sammelte er unter anderem Geld für die Gerichtsverfahren von RAF-Mitgliedern. Im Jahr 2018 plante der damalige deutsche Innenminister Horst Seehofer laut deutschen Medien ein Vereinsverbot, offiziell bestätigt wurde das Vorhaben allerdings nie. Zuletzt stieg der Druck auf die Rote Hilfe von anderer Seite: Im vergangenen Jahr kündigten zwei deutsche Banken dem Verein die Geschäftsbeziehung auf.

In einem Fall ist der Anlass dafür gerichtlich dokumentiert: US-Präsident Donald Trump hatte die „Antifa-Ost“ – ein anderer Name für die „Hammerbande“ – im Herbst 2025 zur internationalen Terrororganisation erklärt. Weil die Rote Hilfe zu Spenden für die Gerichtsverfahren von Mitgliedern der Antifa-Ost aufrief, fürchtete die Sparkasse Göttingen, sie könnte es am Ende auf einer US-Sanktionsliste landen. Vor Kurzem entschied das Oberlandesgericht Braunschweig allerdings, die Bank müsse die Konten vorerst weiterführen. Auch in Österreich tauchte die Rote Hilfe bereits auf.

Konkret im Fall des Studenten Josef S., der im Jahr 2014 bei einer Demonstration gegen den Wiener Akademikerball festgenommen wurde. Damals habe die Rote Hilfe den Deutschen nicht nur unterstützt. Sein Fall sei die Inspiration für die Gründung der „Roten Hilfe Regionalgruppe Wien“ gewesen,Die Österreicher sehen sich von den Deutschen unabhängig. Die FPÖ fragte im Jahr 2024 beim Innenminister Gerhard Karner nach, ob die österreichische Rote Hilfe von Polizei und Verfassungsschutz überwacht werde.

„Aus jedweder Beantwortung – und sei es eine negative – können Rückschlüsse gezogen werden“,

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