Warnung vor Kaputtsparen bei Wiens Rettungsdienst

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Warnung vor Kaputtsparen bei Wiens Rettungsdienst
Vida, Wien, Younion

Weiterhin keine Kompromissbereitschaft zeigt die ÖGK in Gesprächen mit Wiens Rettungsorganisationen. Die sollen nur die halbe Inflation abgegolten ...

Weiterhin keine Kompromissbereitschaft zeigt die ÖGK in Gesprächen mit Wien s Rettungsorganisationen. Die sollen nur die halbe Inflation abgegolten bekommen. Die Gewerkschaften younion und vida warnen, dass nicht nur die Helfer darunter leiden würden, sondern die ganze Bevölkerung.

Schon seit Jahresbeginn will die ÖGK keinen Millimeter davon abgehen, den Kostenersatz für Rettungseinsätze um nur 1,5 Prozent anzuheben, also nicht einmal die halbe Inflation. Das ruft nun auch Gewerkschaften auf den Plan: Ohne ordentliche Finanzierung drohten Engpässe, warnt younion, und vida-Chef Roman Hebenstreit empört sich, dass Helfer die „Zeche für eine nicht durchdachte Sparpolitik“ zahlen sollten.

Für Vergütungen – von jedem verwendeten Verband, jeder Infusion über Gehälter bis zu Kosten für die Aufrechterhaltung des gesamten Systems – hat der ÖGK-Verwaltungsrat österreichweit allen Bundesländern nur die 1,5 Prozent Anhebung angeboten.

„Nicht durchdacht“ ist das aus der Sicht von Kritikern vor allem im Hinblick auf Wien, da Wiens Rettungsdienste nicht mit jenen in anderen Bundesländern vergleichbar seien. Mit der Sparvorgabe schade die ÖGK nicht nur den Helfern und der Bevölkerung, sondern auch dem eigenen Börsel, wird argumentiert: In Wien sorge das hohe Ausbildungsniveau vor allem bei der Berufsrettung dafür, dass ein Gutteil der Notfallmedizin sofort stattfinden kann. Das entlaste Krankenhäuser oder verhindere manchmal überhaupt eine Einlieferung ins Spital.

In anderen Worten: Die ÖGK spare sich damit viele – viel teurere – Kostenersätze im Gesundheitsbereich. Die ÖGK betont gegenüber der „Krone“, dass man lediglich zum Kostenersatz für Krankentransporte verpflichtet, alles andere aber Länder-Angelegenheit sei, und man ohnehin in Summe rund die Hälfte der Aufwendungen für das Rettungswesen trage. Die Sozialversicherung müsse gerade in Wien die Krankentransporte zur Gänze finanzieren, weil Wien seine Verpflichtung dazu nicht wahrnehme, was wiederum „ein wesentlicher Grund für die bestehenden Finanzierungslücken im Gesamtsystem“ sei.

An Spitälern beteilige man sich zudem mit Pauschalsummen, von einer geringeren Patientenfrequenz profitiere daher nur die Stadt. User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum.

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