Die Freiwillige Feuerwehr Waging am See nahm am internationalen Wettkampf LiFt on Fire in Riva del Garda teil. 300 Feuerwehrleute aus 19 Ländern traten an.
Die Freiwillige Feuerwehr Waging am See hat kürzlich am internationalen Feuerwehrwettbewerb LiFt on Fire in Riva del Garda am nördlichen Gardasee teilgenommen. Veranstaltet wurde der Wettkampf von den Vigili del fuoco Riva del Garda, der Freiwilligen Feuerwehr von Riva, bereits zum vierten Mal. Bei dem wohl einmaligen Wettkampf mussten Atemschutzgeräteträger ihre Leistungsfähigkeit und Willenskraft unter Beweis stellen.
Wettkampfstrecke zur Bastione
Die Strecke führte vom Piazza III Novembre im Stadtzentrum direkt am historischen Hafen über die Schienenstrecke des Panorama-Aufzugs hinauf zur Bastione, einem Teil einer ehemaligen venezianischen Festungsanlage aus dem 16. Jahrhundert. Diese liegt etwa 150 Meter oberhalb des historischen Stadtkerns von Riva und ist nur über den Aufzug oder einen Fußweg erreichbar. Die Teilnehmer mussten 150 Höhenmeter, 500 Gleismeter und 600 Stufen mit Atemschutzgerät, Feuerwehrschutzanzug, Helm und Stiefeln bewältigen – ein zusätzliches Gewicht von etwa 25 Kilogramm. Die Steigung betrug teilweise über 90 Prozent.
Internationale Beteiligung und Gastfreundschaft
In diesem Jahr nahmen rund 300 Feuerwehrmitglieder aus 19 Ländern teil, darunter die USA, Kanada, Deutschland, Österreich, England, Frankreich, Slowenien, Kroatien und viele weitere europäische Staaten. Im ersten Jahr der Veranstaltung waren es 134 Teilnehmer. Von der FF Waging am See waren Michaela Böhr, Oliver Böhr, Andreas Ostermann und Andreas Zahnbrecher erfolgreiche Teilnehmer. Der freundschaftliche Kontakt zwischen den Wagingern und der Feuerwehr in Riva besteht seit 2022, als eine mehrtägige gemeinsame Bootsführer- und Wasserretterausbildung am Gardasee stattfand. Seitdem gab es immer wieder Gegeneinladungen und einen Austausch von Gastgeschenken.
Rahmenprogramm und Gemeinschaft
Parallel zum Wettbewerb entstand auf der Piazza III Novembre das Fire Village – ein Treffpunkt für Touristen, Familien und Interessierte an der Feuerwehrarbeit. Dort konnte das Rennen live auf einer Großbildleinwand verfolgt werden. Infostände von Fachfirmen, kulinarische Spezialitäten sowie moderne und historische Fahrzeugtechnik rundeten das Angebot ab. Bis in die Nacht herrschte Festivalstimmung in der Altstadt von Riva. Neben den vier Wettkämpfern aus dem Rupertiwinkel waren auch Schlachtenbummler aus der Heimat vor Ort, die die Athleten lautstark anfeuerten und unterstützten. Mit den Platzierungen der Waginger Teilnehmer im Mittelfeld zeigte man sich sehr zufrieden, und ihre Leistung ist hoch anzurechnen, wenn man bedenkt, dass Atemschutzträger bereits im normalen Feuerwehreinsatz gefordert sind.
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