Volkswagen-Aktien gelten angesichts des derzeit schwierigen Umfelds in der Autoindustrie als stark unterbewertet. Trotz hoher Produktionskosten, chinesischer Konkurrenz und eines zuletzt niedrigen Kursniveaus könnten Sparprogramme, der Abbau von 100.000 Stellen und eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit die Gewinne deutlich steigern. Analysten sehen im Konzern ein erhebliches Aufwärtspotenzial.
Es ist eine zynische, aber durchaus zutreffende Analysten -Weisheit, dass man nämlich dann Aktien kaufen soll, wenn die Kanonen donnern. Ähnlich ist es in der Autoindustrie.
Man muss dann einsteigen, wenn es den Herstellern schlecht geht. Und dass die Industrie gerade in einer sehr angespannten Phase ist, ist bekannt. Deswegen ist das Potenzial in dem Sektor aktuell auch sehr groß, bei zwei Herstellern sogar enorm: Bis zu 50 Prozent Gewinn halten Analysten für möglich.an. Sie hat in den vergangenen Jahren viele Höhen und Tiefen durchgemacht.
Als beispielsweise im September 2015 aufflog, dass VW jahrelang bei den Dieselabgasen betrogen hat, stürzte die Vorzugsaktie binnen Tagen massiv ab. Von einem Jahreshoch von 213 Euro auf einen kurzzeitigen Wert von nur noch 84. Wer damals eingestiegen ist , hat richtig investiert. Kontinuierlich zog die Aktie wieder an, bis sie im März 2021 fast einstige Höhen erreicht hat: 205 Euro bezahlte man damals für einen Anteilsschein. Seither ging es wieder nach unten.
Wegen der hohen Produktionskosten in Deutschland und wegen der Konkurrenz aus China sehen Investoren den Konzern massiv unter Druck. Die Aktie grundelt aktuell bei einem Wert um die 70 Euro herum. Gerechtfertigt? Nicht wirklich.
Denn Konzernchef Oliver Blume hat recht überraschend ohne allzu große Widerstände sein Sparprogramm umsetzen können. Der Aufsichtsrat segnete die Pläne, die unter anderem den Abbau von 100.000 Stellen vorsehen, vor wenigen Wochen ab.
Außerdem profitiert Volkswagen bzw. am Ende die Kunden insofern von der chinesischen Konkurrenz, als Europas größter Autobauer dazu angespornt wird, bessere Autos zu bauen. Und das machen sie in Wolfsburg auch. Der neue vollelektrische ID. Polo ist ein Vorzeige-Kleinwagen geworden, Skoda greift mit dem neuen Peaq Premiumhersteller wie BMW an, die Konzerntochter Cupra entwickelt sich positiv.
Das sehen auch die Analysten so. 53 Prozent raten aktuell zum Kauf der Aktie, als Zielkurs werden 101 Euro genannt. Ein Potenzial also von nahezu 50 Prozent. Vielleicht muss man ein wenig geduldig sein, aber die Volkswagen AG ist auf jeden Fall auf einem guten Weg. Apropos chinesische Konkurrenz: Damit sind wir bei einem wichtigen Mitbewerber von Volkswagen, dem chinesischen Hersteller.
Er drängt seit Jahren massiv nach Europa, in Österreich hat BYD im August einen Marktanteil von 4,7 Prozent erreicht und lag damit unter den Top drei der Volumenmarken. In China läuft es weniger gut, der Konkurrenzkampf ist enorm , die Preisschlacht brutal. Viel Geld lässt sich derzeit mit Neuwagen in China nicht verdienen – und darunter leiden eben nicht nur die westlichen Hersteller.
Die Aktie von BYD spürt das, sie notiert derzeit an den Börsen in Hong Kong und Shenzhen bei nur 83 Yuan . Noch vor etwas mehr als einem Jahr, im Mai 2025, lag sie bei einem Allzeithoch von 135 Yuan. Wer sich ein wenig über verpasste Möglichkeiten ärgern will: Bis 2013 zahlte man überhaupt weniger als zehn Yuan für eine Aktie, bis 2020 auch noch unter 20 Yuan.
Erst dann erhielt der Autobauer auch Aufmerksamkeit im Westen, seither ging es mit der Aktie steil nach oben. Auch BYD hat attraktive Fahrzeuge im Angebot, von denen manche Modelle bald auch in größeren Mengen in Ungarn in einer neuen Fabrik vom Band laufen werden. Die Chinesen umgehen so Strafzölle der EU auf ihre vollelektrischen Fahrzeuge.
Zudem setzt der Hersteller beim Import verstärkt auf Plug-in-Hybrid-Modelle, die von zusätzlichen Zöllen ausgenommen sind. Das verspricht Gutes für die Zukunft. 93 Prozent der Analysten raten derzeit zum Kauf von BYD-Aktien, der Zielkurs liegt bei 116 Yuan. Man kann seine Investition also, so der Zielkurs erreicht wird, um etwa 40 Prozent steigern.. Der italienische Sportwagenbauer hat im vergangenen Jahr wieder mehr als 10.000 Fahrzeuge ausgeliefert.
Mit 13.640 Stück lag man nur knapp unter dem bisherigen Rekordjahr 2024 mit 13.752 Autos. Als die Italiener heuer im Mai ihren vollelektrischen Sportwagen Luce vorstellten, erschreckten sie damit die Anleger. Die Aktie gab um acht Prozent nach. Seither hat man sich offenbar an das Aussehen des Luce gewohnt, der vom ehemaligen Apple-Designer Jony Ive entworfen wurde.
Die Aktie stieg um 23 Prozent. Mit aktuell um die 350 Euro hat sie aber nach Ansicht von Experten noch nicht ihr ganzes Potenzial ausgereizt. Möglich sei ein Kurs von 397 Euro, 81 Prozent der Analysten raten daher zum Kauf von Ferrari-Anteilen.. Als der legendäre Sportwagenhersteller im September 2022 an die Börse ging, lag der Emissionspreis bei 82,50 Euro.
Er hat sich seither kurzfristig mehr als halbiert, seit seinem Tief von 36 Euro im März geht es wieder leicht nach oben. Man sollte die Zuffenhausener im Auge haben, die Fahrzeuge begeistern nach wie vor – und es kommen attraktive neue Modelle.. Nach einigen Irrungen hat man jetzt die Flotte gut aufgestellt und einen schönen Mix aus vollelektrischen Modellen und solchen mit Verbrennungsmotor erreicht. Speziell die E-Autos stechen hervor, die mit einem speziellen Zweiganggetriebe sehr sparsam im Verbrauch sind.
Seit Anfang des Jahres ging der Preis für den Anteilsschein von knapp 62 Euro kontinuierlich nach unten auf um die 40 Euro. Analysten gefallen die Autos aus Stuttgart offenbar ebenfalls, auch die Ausrichtung des Konzerns stimmt. Ein Plus von 30 Prozent ist nach ihrer Einschätzung möglich. , das trotz vergleichsweise geringer Absatzzahlen eine Marktkapitalisierung hat, die weitaus größere Hersteller deutlich schlägt.
Einst bezahlte man 456 Dollar für eine Aktie, aktuell sind es um die 350 Dollar. Das sei günstig, befinden viele Experten. Das Kursziel liegt bei 390 Dollar.
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