Volkswagen senkt wegen Problemen in China seine Prognose für 2026. Die VW-Aktie verliert deutlich. Das sind die Gründe und neuen Zahlen.
Volkswagen erwartet 2026 deutlich weniger Gewinn als bisher. Nach der neuen Prognose geriet die VW-Aktie am Freitag, 18. September, stark unter Druck. Vor allem das China -Geschäft belastet den Konzern.
Volkswagen hat seine Prognose für das Geschäftsjahr 2026 deutlich gesenkt. Nach Angaben von BILD verlor die VW-Aktie im späten Handel am Freitag, 18. September 2026, rund 6,4 Prozent. Zeitweise betrug das Minus sogar 7,5 Prozent.
Der Autobauer rechnet im laufenden Jahr nun mit einer wesentlich niedrigeren operativen Rendite. Bislang sollten von 100 Euro Umsatz zwischen vier und 5,50 Euro als Gewinn aus dem laufenden Geschäft verbleiben. Jetzt erwartet Volkswagen höchstens einen Euro. Auch beim Umsatz wird der Konzern vorsichtiger.
Volkswagen rechnet für 2026 mit rund 315 Milliarden Euro. Das wären etwa sieben Milliarden Euro weniger als im Vorjahr. Ein wesentlicher Belastungsfaktor ist der chinesische Automarkt. Laut BILD wurden dort bis August mehr als ein Fünftel weniger Fahrzeuge verkauft.
Volkswagen ist von dieser Entwicklung besonders betroffen. Neben rückläufigen Verkäufen kämpft der Konzern in China mit einer starken Konkurrenz bei Elektroautos. Chinesische Hersteller haben ihre Position in diesem Markt in den vergangenen Jahren ausgebaut. Auch in Europa verkauft Volkswagen mittlerweile mehr Elektrofahrzeuge.
Diese bringen dem Konzern laut dem Bericht derzeit jedoch weniger Gewinn als Fahrzeuge mit Benzin- oder Dieselmotor. Als einen Grund nennt BILD die hohen Batteriekosten. VW streicht Modelle: Gleich fünf Fahrzeuge stehen vor dem Aus Etwa sechs Milliarden Euro davon entfallen laut Bericht auf eine Abschreibung im Zusammenhang mit Porsche. Weitere Belastungen entstehen durch den Umbau des Konzerns, einen geplanten Stellenabbau von rund 100.000 Arbeitsplätzen und den vorgesehenen Verkauf des Werks in Osnabrück.
Auch die Porsche SE hat ihre Prognose angepasst. Die Familienholding der Familien Porsche und Piëch erwartet für 2026 nun ein Ergebnis zwischen minus 500 Millionen und plus 1,5 Milliarden Euro. Damit treffen Volkswagen derzeit mehrere Belastungsfaktoren gleichzeitig: schwächere Verkäufe im wichtigen chinesischen Markt, geringere Erträge mit Elektroautos sowie hohe Kosten für den Konzernumbau.
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