Die Volkspartei hält an der Grundidee der Marke Vorarlberg fest, will das Projekt in seiner bisherigen Form aber nicht weiterführen. Nach dem kritischen Bericht des Landesrechnungshofs sollen künftig konkrete Ziele, überprüfbare Ergebnisse und die Wirkung für Kinder und Familien stärker in den Mittelpunkt rücken.
Die Volkspartei will an der Grundidee der „ Marke Vorarlberg “ festhalten, die Marke in ihrer bisherigen Form aber nicht fortführen. VP-Klubobfrau Veronika Marte reagiert damit auf den kritischen Rechnungshofbericht.
Die „Marke Vorarlberg“ steht nach dem Prüfbericht des Landesrechnungshofs unter politischem Druck. NEOS, SPÖ und Grüne haben zuletzt das Ende des Projekts gefordert und dabei unter anderem Ausgaben, die fehlende Wirkungskontrolle und die Verwendung von Mitteln kritisiert. Die Volkspartei zieht nun eine andere Konsequenz. Sie will zwar die Marke als Marketinginstrument in ihrer bisherigen Form nicht weiterführen, an der dahinterstehenden Idee aber festhalten.
„An der Idee, Vorarlberg zum chancenreichsten Lebensraum für Kinder zu machen, halten wir fest“, sagt VP-Klubobfrau Veronika Marte. Aus ihrer Sicht gebe es weiterhin einen breiten Konsens darüber, dass dieses Ziel für Vorarlberg wichtig sei. Für Marte ist dabei vor allem entscheidend, was konkret bei Kindern und Familien ankommt. Sie verweist auf Projekte, die mit der „Marke Vorarlberg“ verbunden sind.
Als Beispiele nennt die VP-Klubobfrau „Kinder. Essen. Körig“ und die Lerncafés der Caritas. Diese Initiativen würden Kindern konkrete Chancen und Perspektiven eröffnen und hätten Vorarlberg aus ihrer Sicht kinderfreundlicher gemacht.
„Für mich ist entscheidend, was bei den Kindern und Familien ankommt“, betont Marte. Die Projekte hätten die Idee hinter der Marke mit Leben erfüllt. Aus dem Rechnungshofbericht müsse deshalb vor allem eine Lehre gezogen werden: Künftig sollten konkrete Ziele und überprüfbare Ergebnisse stärker im Mittelpunkt stehen. Darin sieht Marte auch einen Auftrag an die Landesregierung, die Arbeit in diesem Bereich fortzusetzen.
Mit dieser Linie unterscheidet sich die ÖVP deutlich von den bisherigen Reaktionen der Opposition. NEOS, SPÖ und Grüne hatten nach Veröffentlichung des Rechnungshofberichts ein sofortiges Ende der „Marke Vorarlberg“ gefordert. NEOS-Klubobfrau Claudia Gamon sprach von „Außer Spesen nichts gewesen“ und kritisierte unter anderem die Ausgaben für Strategie und Markenmanagement. Die SPÖ bezeichnete das Projekt als gescheitert und machte Landeshauptmann Markus Wallner politisch verantwortlich.
Die Grünen kritisierten insbesondere die fehlende Wirkungskontrolle sowie Fragen rund um Rücklagen, Gremien und die Verwendung von Mitteln. Auch das „forum Vorarlberg“ sorgt in den Reihen der Opposition für Kritik. Dabei wurden unter anderem eine fehlende Bedarfsanalyse und mögliche Folgekosten thematisiert. Marte sieht den Bericht hingegen als Grundlage für eine Neuordnung.
„Wir müssen uns eingestehen, dass die Marke als Marketinginstrument nicht den Erfolg erzielt hat, den wir uns erhofft haben. Die Marke selbst hat in ihrer bestehenden Form daher keine Zukunft.
“ Damit zieht die Volkspartei einen klaren Trennstrich zwischen dem Namen beziehungsweise dem Marketinginstrument und dem politischen Ziel dahinter. Der Rechnungshofbericht komme deshalb zum richtigen Zeitpunkt, sagt Marte. Nun liege eine fachlich fundierte Analyse mit Empfehlungen vor. Die Aufgabe der Politik sei es, daraus Konsequenzen zu ziehen.
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