Sölden plant ab 2027/28 vier Rennen zum Weltcup-Auftakt. Neben den Riesentorläufen könnten künftig auch zwei Super-G stattfinden.
In knapp vier Wochen startet in Sölden die neue alpine Weltcupsaison. Am 24. und 25. Oktober stehen am Rettenbachferner traditionell die beiden Riesentorläufe der Frauen und Männer auf dem Programm.
Doch in Zukunft könnte der Saisonauftakt im Ötztal deutlich größer ausfallen. Wie der Kurier berichtet, verfolgt Jack Falkner, Geschäftsführer der Bergbahnen Sölden und einer der Initiatoren der Gletscherrennen, den Plan, den Auftakt ab der Saison 2027/28 auf vier Rennen auszubauen. Die Weltcup-Geschichte am Rettenbachferner reicht mehr als drei Jahrzehnte zurück. 1993 wurde dort das erste Weltcuprennen ausgetragen. Die Premiere entschied Anita Wachter für sich.
Sie gewann den Riesentorlauf mit einem Vorsprung von 2,63 Sekunden. Seit 2000 bildet Sölden traditionell den Auftakt zur alpinen Weltcupsaison. Neben den beiden Riesentorläufen sollen künftig zwei Super-G-Bewerbe auf dem Rettenbachferner stattfinden. Über die Pläne wird bereits mit dem Österreichischen Skiverband und dem Weltverband FIS gesprochen.
Auch beim bevorstehenden Herbstmeeting der FIS am Genfersee soll das Vorhaben Thema sein. Die Piste auf dem Rettenbachferner wäre nach Einschätzung der Verantwortlichen für einen Super-G geeignet. Falkner beruft sich dabei auch auf Rückmeldungen aus dem ÖSV-Team.
„Vincent Kriechmayr hat mir versichert, dass ein Super-G möglich wäre“, so der Bergbahn-Geschäftsführer. Eine Alternative wären zwei zusätzliche Slalomrennen.
Allerdings stehen in der Saison 2026/27 bei den Männern bereits 13 Slaloms und zehn Super-G im Weltcup-Kalender. Eine Woche Weltcup-Auftakt im Ötztal Hinter den Plänen steckt die Idee, den Saisonstart in Sölden zu einem größeren Auftakt der gesamten Skiwelt auszubauen. Falkners Vorstellung ist, Athleten, Fans, Skiindustrie, Ausrüster und Touristiker über einen längeren Zeitraum im Ötztal zusammenzubringen. Für den Bergbahn-Geschäftsführer hat der frühe Weltcup-Termin zudem eine besondere Bedeutung für den Wintersport.
„Das sind die ersten Bilder, die vom Winter transportiert werden. Das löst Emotionen aus. Und Emotionen sind gerade in unserer Branche entscheidend“, erklärte er bereits in einem früheren Interview mit dem Kurier. Sölden lockt Tausende Skifans an Auch beim Publikum stößt der Saisonauftakt auf großes Interesse.
Beim Sieg von Julia Scheib im Frauen-Riesentorlauf im vergangenen Jahr kamen 15.900 Zuschauerinnen und Zuschauer – ein neuer Besucherrekord für den Frauen-Riesentorlauf in Sölden. Am Tag darauf verfolgten 15.300 Fans den Riesentorlauf der Männer vor Ort.
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