US-Regierung schichtet Militärhilfen nach Lateinamerika um

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US-Regierung schichtet Militärhilfen nach Lateinamerika um
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WASHINGTON. 52 Millionen Dollar gehen nun an die Trump-freundlichen Länder Ecuador, Peru und Kolumbien.

Die USA wollen 52 Millionen US-Dollar, die für Europa und den Nahen Osten vorgesehen waren, nach Lateinamerika umleiten. Das gab das US-Außenministerium bekannt. Konkret sollen Gelder, die bisher in die Sicherheit der NATO-Staaten Nordmazedonien und Slowakei sowie in den Nahen Osten flossen, künftig als Militärhilfen in die Trump-freundlich regierten Länder Ecuador, Peru und Kolumbien fließen.

Die Mittel sollen dort der Bekämpfung der von der US-Regierung als"Narkoterrorismus" bezeichneten organisierten Kriminalität sowie der Eindämmung illegaler Migration in die USA dienen – beides erklärte Ziele der aktuellen US-Außenpolitik. Ein weiterer Teil der Summe ist für den Schutz des Panamakanals vorgesehen. Ein Regierungsvertreter erklärte gegenüber dem US-Magazin"Time", die Gelder dienten dazu,"den Drogenterrorismus in unserer unmittelbaren Nachbarschaft zu bekämpfen und dazu beizutragen, den Panamakanal weiterhin zu sichern".

Und:"Die vorgeschlagene Neuausrichtung in der westlichen Hemisphäre wird die Möglichkeiten von Gegnern einschränken, strategische Stützpunkte in unserer Hemisphäre zu errichten oder aufrechtzuerhalten.

"Seit dem Amtsantritt Donald Trumps 2025 zeigt sich immer deutlicher, dass sich seine Regierung Lateinamerika wieder verstärkt zuwendet. Bereits zum Amtsantritt des kolumbianischen Präsidenten Abelardo de la Espriella am 7. August gratulierte Trump – wie auch bei allen anderen lateinamerikanischen Staaten, die eine rechtsgerichtete Regierung gewählt haben. Zeitgleich kündigte das US-Außenministerium ein militärisches Hilfspaket in Höhe von einer Milliarde US-Dollar an, das die kolumbianische Regierung dabei unterstützen soll,"unsere gemeinsamen Ziele" zu erreichen.

Außenminister Marco Rubio erklärte den neuen Fokus bei seinem Staatsbesuch in Peru am 10. September:"Geografie ist etwas Reales. Unser Engagement in der Region ist kein Gefallen. Es ist für unsere eigene Sicherheit und unseren eigenen Wohlstand von entscheidender Bedeutung.

" Die Umschichtung bedeutet wohl nicht, dass die Finanzmittel für Nordmazedonien, die Slowakei, den Irak und Tunesien gänzlich gestrichen werden. Die bisherigen Zahlungen stünden jedoch nicht mit der Priorisierung der Regierung im Einklang, die aktuell auf Lateinamerika ausgerichtet ist. Diese Verschiebung der US-Außenpolitik zeichnet sich seit vergangenem Jahr besonders deutlich ab: Zum einen durch die tödlichen Angriffe auf vermeintliche Drogenfrachtschiffe, die bisher mindestens 200 Tote forderten, darunter auch lateinamerikanische Fischer.

Zum anderen durch die Verhaftung des venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro und seiner Gattin Cilia Flores zu Jahresbeginn. Mit dem Klick auf das Icon öffnen Sie Ihre"meine Themen" Seite. Sie habenFügen Sie das Thema zu Ihren Themen hinzu.

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