Schwere Überschwemmungen in Indien und Nepal fordern 46 Verletzte und 14 Tote. Mehr als 1.000 Häuser wurden beschädigt, die Behörden warnen vor weiteren Sturzfluten.
Bei schweren Überschwemmungen in Indien und Nepal sind mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen und 46 Personen verletzt worden. Mehr als 1.000 Häuser wurden beschädigt, wie die Behörden am Sonntag mitteilten. Rettungskräfte sind in den überfluteten Gebieten im Einsatz, um Hilfsgüter zu verteilen.
Extremer Regen in Uttar Pradesh
Im nördlichen indischen Bundesstaat Uttar Pradesh fielen zwischen Freitag und Sonntag 66,5 Millimeter Regen. Normalerweise sind es in diesem Zeitraum 7,6 Millimeter, wie der dortige Katastrophenschutz erklärte. Die zentrale Wasserkommission stufte die Lage an 30 Flussmessstationen in sieben Bundesstaaten als ernst ein.
Mehrere große Flüsse wie der Ganges überschritten die Gefahrenmarke. Die Behörden warnten am Sonntag vor weiteren Sturzfluten. Die Lage bleibt angespannt, da weiterhin Regenfälle erwartet werden.
Nepal: Stromausfälle und Lawine
In Nepal führten die Überschwemmungen zu massiven Stromausfällen. Zudem wurde ein 40-Megawatt-Wasserkraftwerk beschädigt. Elf Menschen werden vermisst.
Unabhängig davon riss eine Lawine im nördlichen Bezirk Manang das Basislager des 7.126 Meter hohen Berges Himlung Himal mit sich. Seitdem werden zehn einheimische Arbeiter vermisst, die Zelte für ausländische Bergsteiger aufbauen sollten.
Erinnerung an verheerende Katastrophe
Die Region wird immer wieder von schweren Naturkatastrophen heimgesucht. Erst im vergangenen Monat waren bei verheerenden Überschwemmungen in Nepal mehr als 1.450 Menschen ums Leben gekommen. Tausende gelten weiterhin als vermisst.
Die damals besonders schwer getroffenen Gebiete Rasuwa und Nuwakot gelten nach Angaben des nationalen Katastrophenschutzes derzeit jedoch nicht als Hochrisikozonen.
Rettungseinsätze und Warnungen
Die Behörden in beiden Ländern haben Rettungskräfte in die betroffenen Gebiete entsandt. Die Menschen werden aufgefordert, sich von Flüssen und überschwemmten Straßen fernzuhalten. Die Wasserkommission beobachtet die Pegelstände an den kritischen Messstationen genau.
Die Regierungen bereiten weitere Hilfsmaßnahmen vor. Experten warnen, dass der Klimawandel die Häufigkeit und Intensität solcher Extremwetterereignisse erhöht.
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