Trotz Millionen-Erbe – Mindestpensionist geht leer aus

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Millionenerbe verschwunden: Ein Mindestrentner kämpft vor Gericht um das Vermögen seines Vaters. Rätselhafter Erbstreit sorgt für Aufsehen.

Eduard Z. steht vor einem Rätsel: Sein Vater soll ein Millionenvermögen besessen haben. Nach dessen Tod ist davon kaum etwas übrig, er ging leer aus.

Eduard Z. lebt von Sozialhilfe, hätte seiner Meinung nach jedoch Anspruch auf ein unheimliches Vermögen. Ein prächtiges Anwesen in Klosterneuburg, ein Hallenbad, ein Tennisplatz, ein Waldstück, weitere Immobilien im Ausland und Tresore mit Gold, Diamanten und wertvollen Uhren: Eduards Vater soll über ein beträchtliches Vermögen verfügt haben. Als der Geschäftsmann 2023 im Alter von 85 Jahren starb, hoffte sein Sohn zumindest auf einen Teil davon. Doch daraus wurde nichts.

Im Testament soll der Vater ihn nicht bedacht haben. Stattdessen wurde seine frühere Putzfrau und spätere Lebensgefährtin als Haupterbin eingesetzt.

"Alles, was ich von meinem Vater geerbt habe, sind 9.000 Euro Minus und drei dreckige Unterhosen", erzählt der 62-Jährige. Eigentlich würde dem Sohn laut Gesetz ein Pflichtteil zustehen, 50 Prozent des Nachlasses müsste er bekommen. Das Problem: Wenn es offiziell keine Verlassenschaft gibt, fällt der Anteil natürlich auf Null. Besonders rätselhaft ist für Eduard, was mit dem Besitz seines Vaters passiert sein könnte.

Denn noch wenige Wochen vor dessen Tod soll es Hinweise auf ein Vermögen in einer enormen Größenordnung gegeben haben. Nach dem Tod scheint davon plötzlich kaum noch etwas auffindbar zu sein. Auch die Immobilien sorgen für Fragen. Um seinen Besitz abzusichern, soll der Unternehmer einen Verein gegründet haben.

Mehrere Liegenschaften wurden diesem Verein übertragen, dessen Präsident der Vater selbst gewesen sein soll. Gemeinsam mit Erbrechtsprofi Hubert Niedermayr versucht Eduard mit Hilfe seiner Ex-Frau nun, Licht in die komplizierten Vermögensverhältnisse zu bringen. Dabei stoßen sie auf Vereinskonstruktionen, Immobilien und offenbar leergeräumte Tresore. Der Fall wird zusätzlich durch die Familiengeschichte belastet.

Eduard berichtet, sein Vater habe ihn bereits als Kind tyrannisiert und schwer misshandelt. Das Verhältnis zwischen Vater und Sohn soll deshalb über Jahrzehnte von Konflikten geprägt gewesen sein. Auch die Umstände rund um den Tod des Seniors werfen laut den Beteiligten Fragen auf. Für Erbrechtsexperte Hubert Niedermayr ist der Fall jedenfalls außergewöhnlich:"Das ist ein hochinteressanter Fall, das ist ehrlicherweise einer der interessantesten, die ich jemals in Händen hatte.

"Was tatsächlich mit dem Millionenvermögen passiert ist und ob Eduard doch noch Ansprüche geltend machen kann, zeigt die neue Folge von"Erbstreit" von Ostfilm Filmproduktion und Regisseurin Barbara Lupač auf Puls 4. Ausgestrahlt wird diese am 20.09. ab 21:15 Uhr.

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