Die Tirol Kliniken und das Land Tirol appellieren an Eltern und Betreuer zu erhöhter Vorsicht bei Knopfbatterien in Alltagsgegenständen. Allein in den vergangenen zehn Jahren wurden in Innsbruck 18 Fälle von Kindern zwischen einem und fünf Jahren behandelt, die Batterien verschluckt haben. Der Kontakt der Batterie mit der Schleimhaut kann bereits binnen weniger Stunden zu schweren inneren Verletzungen führen, weshalb bei Verdacht sofort ärztliche Hilfe eingeholt werden muss.
Verschluckte Knopfbatterien sind eine unterschätzte Gefahr für Kinder. Die Tirol Kliniken und das Land Tirol rufen deshalb zu mehr Vorsicht auf. Allein an der Innsbrucker Klinik wurden in den vergangenen zehn Jahren 18 solcher Fälle behandelt.
Ob im Hörbuch, in Stofftieren oder in LED-Lichtern: Knopfbatterien finden sich in vielen Alltagsgegenständen und Spielzeugen. Gefährlich werden sie, wenn sie in den Mund von Kindern gelangen. Denn die Batterien können schwere Verletzungen verursachen. Im Rahmen einer Pressekonferenz wollten das Land Tirol und die Tirol Kliniken deshalb zu mehr Vorsicht im Umgang mit Knopfbatterien aufrufen.
In den vergangenen zehn Jahren wurden an der Innsbrucker Klinik 18 Fälle gemeldet. Besonders betroffen sind Kinder im Alter von einem bis fünf Jahren. Für Eltern und Betreuungspersonen gilt deshalb: Bei einem Verdacht auf eine verschluckte Knopfbatterie muss sofort medizinische Hilfe geholt werden. Es kommt immer darauf an, wie groß die Batterie ist und in welchem Ladezustand sie sich befindet.
Ein Schaden kann jedoch innerhalb kürzester Zeit entstehen. Besonders kritisch wird es, wenn die Batterie in der Speiseröhre stecken bleibt.
„In der Speiseröhre wird durch den Kontakt der Pole mit der feuchten Schleimhaut ein Stromfluss aktiviert, der die Schleimhaut schädigt. Das kann in wenigen Stunden zu schweren inneren Verletzungen führen und sogar lebensbedrohlich werden“, erklärt der Mediziner Benedikt Hofauer. Das Problem: Die Symptome sind oft nicht eindeutig. Mögliche Symptome sind etwa Schluckbeschwerden, Husten, starker Speichelfluss oder blutiger Speichel sowie Fieber, Erbrechen und Bauchschmerzen.
Bleibt eine Knopfbatterie zu lange in der Speiseröhre, kann es durch Druck und Veränderungen im Gewebe zu schweren Verletzungen kommen. Außerdem wird das Verschlucken oft nicht beobachtet. Schnelles Handeln sei daher allein schon bei einem Verdacht enorm wichtig, sagt der Direktor der Innsbrucker Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde. Ist die Batterie bereits im Magen angekommen, kann durch den Kontakt mit der Magensäure die Batterie undicht werden und chemische Substanzen freisetzen.
Ein Gewebeschaden oder Verletzungen benachbarter Organe können die Folge sein. Diese können den Patienten ein Leben lang begleiten.
„Unabhängig davon, ob die Knopfbatterie sich im Magen, in der Speiseröhre oder im Verdauungstrakt befindet, muss sie umgehend entfernt werden“, sagt der Mediziner Stefan Schneeberger. Und es sollte auf keinen Fall zu Hause zuerst mit Honig oder dem Auslösen von Erbrechen behandelt werden. User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum.
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