Tierisch animalisch: Wien Museum zeigt die ambivalente Beziehung zwischen Mensch und Tier

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Tierisch animalisch: Wien Museum zeigt die ambivalente Beziehung zwischen Mensch und Tier
Ausstellung, Tierdarstellung, Bildende Kunst

Die Ausstellung tierisch animalisch im Dom Museum Wien betrachtet anhand von Werken aus 700 Jahrhunderten das vielfältige und widersprüchliche Verhältnis zwischen Menschen und Tieren. Neben Hunden und Pferden stehen Nutztiere, Schlangen, Tauben und exotische Tiere im Mittelpunkt. Die Schau zeigt, wie Tiere in der Kunst Begleiter, Symbole, Trophäen, Hausgenossen und Bedrohungen sind und stets auch etwas über das menschliche Selbstbild verraten.

Katze kosen und Kälber essen, Hunde hätscheln und Rehe schießen. Die Beziehung Mensch und Tier ist ambivalent – und sagt mehr über die Natur des Menschen aus als über die der Tiere.

Das Dom Museum Wien hat sich diese vielfältigen Verhältnisse näher angesehen und in der feinen Schau „tierisch animalisch“ verpackt. Die bunte Sammlung an Werken aus 700 Jahrhunderten wirkt nur auf den ersten Blick beliebig. Auf den zweiten erzählt jedes einzelne eine lohnende Geschichte über das Miteinander und Gegeneinander der Spezies. Geschärft wird in den subtilen Gedankenanregungen stets das Selbstbild des Menschen.

Der Hund – das beliebteste Tier der bildenden Kunst – und das Pferd tauchen in Porträts als treue Begleiter und vermenschlichte Wesen auf. Als Kontrast führt daneben VALIE EXPORT Peter Weibel an der Leine durch die Kärntnerstraße, zeigt Deborah Sengl ein Mäuselabor, in dem mit menschlichen Gliedmaßen experimentiert wird und porträtiert Carola Derting Schaben als Haustiere.

Dazu tauchen Ungeheuer und Schlangen als Symbole der Bedrohung auf, schwebt die Taube als Heiliger Geist durch sakrale Werke, grüßt ein 350 Kilo schwerer Wasserspeier vom Stephansdom. Auch die Rolle als Trophäe und Nutztier greift die Schau auf – in historischen Porträts samt Meerschweinchen oder Ölgemälden mit Pfauen und Papageien. Auch ein japanischer Nachtigallboden können Besucher zum Zwitschern bringen. Kurzweilig!

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