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Studie warnt vor hohen Kosten durch Klimaschutz-Kürzungen

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Studie warnt vor hohen Kosten durch Klimaschutz-Kürzungen
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Eine neue Studie der Universität Graz zeigt, dass Kürzungen im Klimabereich langfristig zu deutlich höheren Kosten führen. Der WWF fordert einen Kurswechsel, während Umweltminister Totschnig auf die Notwendigkeit weiterer Investitionen in erneuerbare Energien hinweist. Die Treibhausgasemissionen in Österreich sind 2025 erneut gestiegen, was die Dringlichkeit von Klimaschutzmaßnahmen unterstreicht.

Eine aktuelle Studie der Universität Graz, die im Rahmen der geplanten Doppelbudget-Diskussionen veröffentlicht wurde, warnt eindringlich vor den langfristigen finanziellen Folgen von Kürzungen im Klimabereich.

Die Naturschutzorganisation WWF, Auftraggeber der Studie, fordert von der Regierung einen radikalen Kurswechsel. Bereits zuvor hatte Umweltminister Norbert Totschnig (ÖVP) auf die Dringlichkeit zusätzlicher Investitionen in Umwelt- und Klimaschutz hingewiesen, da die Emissionen in Österreich weiterhin ansteigen. Die Studie des Wegener Centers der Uni Graz betont, dass eine Budgetsanierung ohne Klimapolitik nicht nur kurzfristig Kosten verschiebt, sondern diese langfristig sogar erhöht. Der Umstieg auf erneuerbare Energien und klimafreundliche Produkte sei für Österreichs wirtschaftliche Zukunft entscheidend.

Die Klimakrise sei längst kein abstraktes Risiko mehr, sondern belaste bereits jetzt die Wirtschaft mit mindestens 2,5 Milliarden Euro jährlich. Sollten die EU-Klimaziele nicht erreicht werden, drohen Strafzahlungen von rund 2,9 Milliarden Euro.

Zudem würden sinkende Erträge in Landwirtschaft und Forstwirtschaft die Einnahmen weiter verringern. Als Beispiel wird die aktuelle Rekordtrockenheit genannt, die bereits hohe Ausfälle verursacht. Die Studie zeigt, dass gezielte Investitionen in Klimaschutz langfristig Kosten im Fünffachen vermeiden können. Ein effizienter Hochwasserschutz in Wien beweise dies.

Klimasprecherin Viktoria Auer vom WWF betont, dass ambitionierte Klimapolitik finanzielle Risiken für Staat und Gesellschaft reduziert. Statt kurzsichtiger Kürzungen sollten umweltschädliche Subventionen von bis zu sechs Milliarden Euro umgeschichtet werden. Die aktuellen Zahlen des Umweltbundesamts zeigen die Dringlichkeit: Die Treibhausgasemissionen stiegen 2025 im Vergleich zu 2024 um etwa ein Prozent, was rund 700.000 Tonnen CO2-Äquivalenten entspricht. Hauptursachen waren höhere Industrieproduktion, mehr Stromerzeugung in Gaskraftwerken und erhöhter Heizenergiebedarf.

Dämpfend wirkten jedoch geringerer Dieselverbrauch und bereits umgesetzte Klimaschutzmaßnahmen. Die vorläufigen Daten sind noch unsicher, doch Umweltminister Totschnig betont die Notwendigkeit weiterer Investitionen in erneuerbare Energien. Der Umstieg auf Strom in Industrie und Mobilität sowie der Wechsel von Öl- und Gasheizungen zu Wärmepumpen und Biomasse seien entscheidend. Die Reduktion der Treibhausgase bleibe eine gemeinsame Aufgabe der Bundesregierung, für die in den kommenden Jahren ausreichende Budgets bereitgestellt werden müssen

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