In einer Kinderkrippe im Vorarlberger Unterland kam es zu einer unfassbaren Entgleisung: Weil eine Mitarbeiterin nach ihrem Urlaub ein Kopftuch trug, ...
In einer Kinderkrippe im Vorarlberger Unterland kam es zu einer unfassbaren Entgleisung: Weil eine Mitarbeiterin nach ihrem Urlaub ein Kopftuch trug, entbrannte ein Streit, an dessen Ende die Leiterin der Einrichtung ihre Brüste entblößte.
Der Fall beschäftigt nun die Behörden. Laut den „Vorarlberger Nachrichten“ hat sich der Eklat bereits im Juni dieses Jahres ereignet. Eine muslimische Betreuerin erschien demnach nach einer Pilgerreise aus religiösen Gründen mit Kopftuch am Arbeitsplatz. Ihre Chefin zeigte sich darüber empört und sprach von einem Entlassungsgrund.
Im Zuge des Streits verlor die Vorgesetzte schließlich komplett die Kontrolle. Sie entblößte ihre Brüste und fragte die Mitarbeiterin sinngemäß: „Komme ich etwa so zur Arbeit?
“ Das geschockte Opfer beschwerte sich am nächsten Tag per E-Mail über das „unprofessionelle Verhalten“. Die Vorgesetzte entschuldigte sich daraufhin in schriftlicher Form. Die Angelegenheit sprach sich in der Einrichtung allerdings rasch herum. Unter anderem bekam eine weitere Pädagogin vom Eklat Wind und stellte sich umgehend auf die Seite des Opfers.
Gemeinsam erstatteten die beiden Frauen daraufhin bei der Polizei eine Anzeige wegen Diskriminierung und Nötigung. Mittlerweile beschäftigen sich auch die Bezirkshauptmannschaft und die Gleichbehandlungsanwaltschaft Innsbruck mit dem Vorfall. Laut Gleichbehandlungsanwaltschaft liege klar eine Diskriminierung aufgrund von Religion, Ethnie und Geschlecht vor, weiters erfülle der Vorfall den Tatbestand einer sexuellen Belästigung. Die Betreuungseinrichtung zahlte dem Opfer mittlerweile 3500 Euro als Entschädigung, das Dienstverhältnis mit der Frau wurde einvernehmlich aufgelöst.
Brisant: Die unterstützende Kollegin wurde kurz nach dem Vorfall gekündigt. Die Frau vermutet einen Zusammenhang mit ihrem Einschreiten. Die Geschäftsführerin weist diesen Vorwurf jedoch strikt zurück und begründet die Kündigung mit „wirtschaftlichen Notwendigkeiten“, da die Auslastung in der Betreuungseinrichtung gesunken sei. User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia wieder.
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