Stefan Kraft wechselt zu Hirscher-Ski: Drei neue Marken mischen im Weltcup mit

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Stefan Kraft wechselt zu Hirscher-Ski: Drei neue Marken mischen im Weltcup mit
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Stefan Kraft wechselt auf Ski aus dem Hause Van Deer von Marcel Hirscher. Gleichzeitig tauchen im Skispringen drei neue Marken auf – hinter ihnen stehen bekannte Hersteller.

Im Skispringen hat der Sommer traditionell auch eine Transferzeit beim Material zur Folge. Besonders nach Olympischen Spielen wechseln zahlreiche Athleten ihre Ausrüster. Vor der kommenden Saison fällt die Bewegung besonders groß aus: Gleich drei neue Ski-Marken sind auf den Schanzen vertreten.

Fischer-Dübel, Biogena und Stiebel-Eltron lassen Sprungski mit eigenem Design anfertigen. Dahinter stehen allerdings etablierte Hersteller. Das Modell hat für den Skisprungsport große Bedeutung, weil die Produktion der Spezial-Ski wirtschaftlich nur schwer rentabel ist. Bereits vor Jahren hatte der Weltverband FIS den Weg für Sponsoren geöffnet, deren Logos auf den Laufflächen der Sprungski zu sehen sind.

Fluege.de machte mit blauen Ski den Anfang, später folgten Sport 2000 und die rosa Modelle von BWT. Hintergrund ist der Rückzug mehrerer traditioneller Skihersteller aus der Produktion. Sprungski sind ein Nischenprodukt: Weltweit werden pro Jahr lediglich rund 6000 Stück hergestellt. Heute produzieren noch Fischer, Van Deer aus Österreich und Slatnar aus Slowenien Sprungski.

Die neuen Marken greifen auf deren Produkte zurück. Wo Stiebel-Eltron oder Fischer-Dübel auf dem Ski steht, stammt das Material von Fischer. Die Biogena-Ski werden von Van Deer hergestellt, jener Skimarke, die Marcel Hirscher gegründet hat.

„Wir müssen froh sein, dass es Firmen gibt, die unseren Sport unterstützen“, sagt ÖSV-Cheftrainer Andreas Widhölzl. Die neuen Möglichkeiten haben auch innerhalb des österreichischen Skisprung-Teams für einige Wechsel gesorgt. Der dreifache Weltmeister Stefan Kraft wird künftig auf Material aus dem Umfeld von Marcel Hirscher setzen. Der 33-Jährige hatte sich bei seiner Entscheidung Zeit gelassen.

„Er hat im Sommer alle Marken durchgetestet“, sagt Widhölzl. Kraft entschied sich schließlich für Ski aus dem Hause Van Deer, die unter der Marke Biogena eingesetzt werden. Auch andere ÖSV-Springer gehen mit neuem Material in die Saison. Jonas Schuster, einer der Aufsteiger des vergangenen Winters, gehört künftig zur Mannschaft von Fischer-Dübel.

Diese umfasst inzwischen mehr als 25 Skispringer. Clemens Aigner wiederum setzt auf einen anderen Hersteller. Der Seriensieger im Kontinentalcup springt als einziger Österreicher auf einem Modell des slowenischen Produzenten Slatnar. Auf Ski dieser Marke ist auch Seriensieger und Superstar Domen Prevc unterwegs.

Wechsel auch bei den Kombinierern Nicht nur bei den Spezialspringern gibt es Veränderungen. Auch im Lager der österreichischen Nordischen Kombinierer wird beim Material neu aufgestellt. Johannes Lamparter und Thomas Rettenegger wechseln auf Sprungski von Stiebel-Eltron. Wie bei Fischer-Dübel steckt auch hinter diesen Modellen ein Ski des Herstellers Fischer.

Damit treten in der kommenden Saison zwar drei zusätzliche Marken auf den Schanzen in Erscheinung, produziert werden die Sprungski weiterhin von den wenigen verbliebenen spezialisierten Herstellern. Die zusätzlichen Sponsoren tragen dazu bei, den beträchtlichen Aufwand für die Produktion des Nischenprodukts zu finanzieren.

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