Beim Formel-1-Grand-Prix in Sepang kassieren Arvid Lindblad, Isack Hadjar und Franco Colapinto Startplatzstrafen. Lindblad verliert 30 Positionen, Hadjar fünf, Colapinto mindestens zehn.
Beim Formel-1-Grand-Prix in Sepang am Sonntag müssen drei Piloten mit Startplatzstrafen von weiter hinten starten. Betroffen sind Arvid Lindblad von Racing Bulls, Isack Hadjar von Red Bull und Franco Colapinto von Alpine. Die Strafen wurden noch vor dem Qualifying in Malaysia bekannt.
Harte Strafe für Arvid Lindblad
Am härtesten trifft es Arvid Lindblad. Die Racing Bulls verpassen seinem Boliden eine fast komplett neue Antriebseinheit. Ein neuer Verbrennungsmotor, ein neuer Turbolader und eine frische Abgasanlage führen zu einer Rückversetzung um 30 Positionen. Ein Start aus der letzten Reihe gilt für ihn als sicher.
Die Formel 1 limitiert die Komponenten des Antriebsstrangs. Verbrennungsmotor, Turbolader und Abgasanlage sind auf vier Stück pro Saison begrenzt, Batterie, Steuerelektronik und MGU-K auf drei Stück. Wird das Kontingent überschritten, drohen Strafversetzungen: beim ersten Mal zehn Plätze, danach jeweils fünf Plätze.
Hadjar startet fünf Plätze weiter hinten
Auch Red-Bull-Pilot Isack Hadjar muss von weiter hinten starten. Der Franzose erhält seinen bereits siebten Verbrennungsmotor der Saison und wird deshalb um fünf Plätze nach hinten versetzt. Das passiert, obwohl er im bisherigen Verlauf des Wochenendes eine gute Figur gemacht hatte.
Hadjar bleibt optimistisch. Er sagte, es werde schwierig für ihn werden. Wenn die Rennpace stimme, könne man in Sepang aber nach vorne kommen. Der Franzose hatte zuvor im Training überzeugt, muss nun aber im Rennen aufholen.
Colapinto mit zusätzlicher Strafe aus Baku
Noch komplizierter wird es für Franco Colapinto. Der Alpine-Pilot bringt bereits eine Fünf-Plätze-Strafe aus Baku mit. Dort hatte er beim Safety-Car-Restart einen Unfall verursacht, bei dem sein Teamkollege Pierre Gasly und McLaren-Star Lando Norris aus dem Rennen ausschieden.
Weil Colapinto in Baku selbst ausschied, wurde die Strafe auf das nächste Rennen übertragen. Alpine baut in Malaysia zusätzlich einen neuen Verbrennungsmotor ein, wodurch weitere zehn Strafplätze dazukommen. Damit dürfte Colapinto unabhängig von seinem Qualifying-Ergebnis ebenfalls weit hinten ins Rennen gehen.
Auswirkungen auf das Rennen in Sepang
Die Startplatzstrafen verändern die Ausgangslage für den Grand Prix von Bahrain, der in Sepang ausgetragen wird. Für Lindblad ist ein Start aus der letzten Reihe wahrscheinlich, während Hadjar und Colapinto ebenfalls deutlich zurückversetzt werden. Das Rennen am Sonntag wird zeigen, wie weit die drei Piloten nach vorne kommen können.
Die Teams müssen die Strategie anpassen, da die betroffenen Fahrer im Verkehr hängen bleiben und mehr Überholmanöver absolvieren müssen. Besonders für Red Bull und Racing Bulls könnte dies eine Herausforderung werden, da beide Teams auf starke Ergebnisse angewiesen sind.
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