Der Auftritt des amerikanischen Topmanagers Gerhard Zeiler in Österreich dürfte der SPÖ kaum helfen, da seine finanzielle Unabhängigkeit und die bevorstehende Unternehmensfusion seinen politischen Nutzen begrenzen. Die Unruhe könnte stattdessen die Regierungsarbeit behindern und der FPÖ zugutekommen. Zudem wird die gesellschaftliche Stigmatisierung psychischer Erkrankungen kritisiert, während Tätowierungen als Ausdruck sozialer Identität diskutiert werden.
Wer glaubt, dass ein 71-jähriger Topmanager aus Amerika, ohne politische Funktion in Österreich, die SPÖ von heute auf morgen aus dem Umfragetief herausbringen wird, ist schon sehr weltfremd.
Aber warum tut sich Gerhard Zeiler das an? Er ist vermögend, sein gut bezahlter Job bei Warner Brothers läuft bis 2028 und garantiert ihm außerdem eine hohe Abfertigung. Nun wird aber seine Firma mit einem anderen großen Medienkonzern fusioniert, ein Vorgang, bei dem meist ältere, teurere Manager überflüssig werden.
Diese Fusion wird auch von der Trump-Administration unterstützt. Die Unruhe, die durch den Auftritt Zeilers in Österreich entsteht, wird der SPÖ kaum nützen, die Regierungsarbeit der Koalition behindern und einen Stimmenzuwachs für die FPÖ bewirken. ich habe Ihren Artikel in der „Presse am Sonntag“ gelesen und möchte Ihnen begeistert mitteilen, dass Sie mir da aus dem Herzen sprachen.
Vor allem verstehe ich, was Sie sagen, weil ich seit Kindheit an von schwersten psychischen Belastungen betroffen bin, zahlreiche Psychiatrie-Aufenthalte hinter mir habe sowie ein wenig unter der Egozentrik unserer heutigen Gesellschaft leide, die Diagnosen für eine Art Kopfschmuck hält. Psychische Krankheit bedeutet großes Leiden und ist eben keine Laune oder Modeerscheinung, wie es all die Begriffsverwässerungen in unserer Gesellschaft, die aus der Psychologie und Psychiatrie kommen, suggerieren.
Ich denke sehr oft über dieses Thema nach und ärgere mich besonders auf Instagram über die Zurschaustellung persönlicher Befindlichkeiten, als sei es plötzlich in oder gar etwas Schickes, eine psychische Erkrankung zu haben. Danke, dass ich Ihren Artikel lesen durfte. Dr. Geppert weist zu Recht auf einen interessanten sozialen Aspekt von Tätowierungen hin.
Aus medizinischer Sicht steht darüber hinaus die Frage im Raum, ob Personen, welche sich für ein Tattoo entscheiden, sowie vielleicht sogar auch die Tätowierer selbst in ausreichendem Maße über die damit verbundenen Gefahren und Risken informiert sind. Infektionen stehen im Raum, lokal oder sogar systemisch. Daneben Allergien, welche auf Grund der Tatsache, dass die auslösenden Allergene großteils nicht mehr aus dem Körper komplett entfernbar sind und sich sogar in den Lymphknoten im Körperinneren anreichern, zu massiven therapeutischen Problemen führen können.
Eine aktuelle schwedische Studie beschreibt ein um 21 % erhöhtes Risiko für Lymphdrüsenkrebs bei Tätowierten. Dazu kommen in den Tinten enthaltene Inhaltsstoffe wie primäre aromatische Amine, polycyclische Kohlenwasserstoffe und problematische Metalle wie Chrom, Blei, Arsen, Kobalt und Nickel. Die meisten dieser Substanzen werden von der International Agency for Research on Cancer als Krebs erregend eingestuft.
Darüber hinaus besteht noch erheblicher Forschungsbedarf in Hinblick auf weitere mit Tätowierungen verbundene Gefahrenpotenziale. Ich meine daher, dass es hoch an der Zeit wäre, von Seiten des Gesundheitsministeriums eine umfassende Aufklärungskampagne zu lancieren. Da fragt sich jemand, was mehr Provokationspotential für die Gegenseite haben könnte, wenn sich zwei Frauen in der U-Bahn gegenübersitzen: eine im Hijab oder die andere mit Ganzkörper-Tattoo und freizügiger Kleidung.
Sie möchten auf einen Artikel reagieren, widersprechen, zustimmen oder einen Gedanken zur öffentlichen Debatte beisteuern? Dann ist ein Leserbrief der richtige Weg.
SPÖ Gerhard Zeiler Psychische Erkrankungen Stigmatisierung Tätowierungen
Österreich Neuesten Nachrichten, Österreich Schlagzeilen
Similar News: Sie können auch ähnliche Nachrichten wie diese lesen, die wir aus anderen Nachrichtenquellen gesammelt haben.
Graz99ers nach schwachem Start unter DruckNach dem historischen Meistertitel hat der HC Tirol Graz 99ers einen schwachen Saisonstart hingelegt und sammelt nach sechs Runden nur sieben Punkte. Trotz großer Erwartungen und Kritik in den Fansozialen Medien hinterfragt der Artikel, ob die Leistung tatsächlich so mangelhaft ist oder ob die hohen Maßstäbe die Situation verschärfen.
Weiterlesen »
Teuerungs-Schock in der Eurozone: EZB unter DruckDie Inflation im Euroraum zieht deutlich stärker an als erwartet – und setzt damit die Europäische Zentralbank (EZB) unter Zugzwang. Im September ...
Weiterlesen »
SPÖ: Holzleitner und Marterbauer verzichten auf SPÖ-SpitzeDie SPÖ-Spitze bleibt offen: Eva-Maria Holzleitner und Markus Marterbauer stehen nicht zur Verfügung. Gerhard Zeiler hält an seiner Bewerbung fest.
Weiterlesen »
SPÖ-Krise: Wiener SPÖ berät vor Krisensitzung über ParteivorsitzDie SPÖ Wien hat unter Bürgermeister Michael Ludwig eine klare Haltung vor der Krisensitzung am Sonntag festgelegt. Die Suche nach einem Nachfolger für Andreas Babler gestaltet sich schwierig.
Weiterlesen »
