Die SPÖ Wien hat unter Bürgermeister Michael Ludwig eine klare Haltung vor der Krisensitzung am Sonntag festgelegt. Die Suche nach einem Nachfolger für Andreas Babler gestaltet sich schwierig.
Die SPÖ Wien hat sich am Samstag im Rathaus zu einer Krisensitzung getroffen, um über die Zukunft des Parteivorsitzes zu beraten. Bürgermeister Michael Ludwig hatte die roten Bezirksparteivorsitzenden geladen, um eine gemeinsame Position für die am Sonntag stattfindende Sitzung mit den anderen Landesparteivorsitzenden zu erarbeiten. Die Suche nach einem möglichen Nachfolger für den derzeitigen Parteivorsitzenden gestaltet sich bislang schwierig.
Wiener SPÖ legt klare Haltung fest
Nach der Sitzung äußerte sich Ludwig auf X und bezeichnete die Gespräche als konstruktiv und offen. Man habe alle Optionen sorgfältig abgewogen und eine gemeinsame, klare Haltung der Wiener SPÖ gefunden. Ludwig betonte, dass man an einem Strang ziehe und er mit starkem Rückhalt aus Wien in die Gespräche am Sonntag gehe.
Vor der Sitzung zeigten sich die Vertreter noch zurückhaltend. Nationalratsabgeordneter Heinrich Himmer sagte zum ORF, er glaube, dass es ein guter Tag werde und man gemeinsam beraten werde, wie es weitergeht. Ex-SPÖ-Klubobmann Josef Cap meinte, er sei erst nach der Sitzung ein Wissender und nicht davor.
Absagen für Parteivorsitz
Im Vorfeld der Krisensitzung gab es mehrere Absagen für den Parteivorsitz. Finanzminister Michael Ludwig ließ am Freitagabend in der ZIB2 offen, ob er sich das Amt grundsätzlich vorstellen könne, erklärte jedoch, er sehe sich derzeit wegen persönlicher Umstände nicht an der Parteispitze. Auf die Frage, ob er sich das Amt vorstellen könne, sagte er lediglich, das wisse er nicht und habe er sich auch nicht überlegt.
Auch die stellvertretende Parteivorsitzende, Frauenvorsitzende und Ministerin für drei große Bereiche stellte klar, dass sie nicht für den Parteivorsitz zur Verfügung stehe. Sie sagte, sie sei stellvertretende Parteivorsitzende, Frauenvorsitzende und Ministerin für drei große Bereiche. Es gebe sehr viel zu tun, darauf konzentriere sie sich.
Die Suche nach einem Nachfolger für Babler gestaltet sich schwierig, zuletzt hagelte es mehrere Absagen. Die Entscheidung über die Zukunft des Parteivorsitzes fällt am Sonntag bei der Krisensitzung der SPÖ.
SPÖ Michael Ludwig Andreas Babler Wiener SPÖ Parteivorsitz Krisensitzung ZIB2
Österreich Neuesten Nachrichten, Österreich Schlagzeilen
Similar News: Sie können auch ähnliche Nachrichten wie diese lesen, die wir aus anderen Nachrichtenquellen gesammelt haben.
Rettet sich die SPÖ oder wird sie zum Kanzler-Kickl-Macher?Der Umsturz in der SPÖ ist in vollem Gang. Nun rückt auch der Wiener Bürgermeister von Andreas Babler ab. Wie das rote Fiasko Herbert Kickls Marsch ins Kanzleramt beschleunigen könnte.
Weiterlesen »
Faktencheck: Kann Babler nur durch die SPÖ-Basis gestürzt werden?In der SPÖ ist ein Streit darüber entbrannt, wie der Bundesparteivorsitz gewählt oder abgewählt werden kann. Die einen pochen auf die Direktwahl durch die Mitglieder, andere sehen den Bundesparteitag am Zug. Das Parteistatut spricht klar für die Wahl durch die Basis – es gibt nur eine Hintertür.
Weiterlesen »
SPÖ-Krise: Marterbauer dementiert Vizekanzler-AmbitionenFinanzminister Markus Marterbauer äußert sich zur SPÖ-Krise und dementiert Vizekanzler-Ambitionen. Die Personaldebatte um Andreas Babler und Gerhard Zeiler geht weiter.
Weiterlesen »
SPÖ: Holzleitner und Marterbauer verzichten auf SPÖ-SpitzeDie SPÖ-Spitze bleibt offen: Eva-Maria Holzleitner und Markus Marterbauer stehen nicht zur Verfügung. Gerhard Zeiler hält an seiner Bewerbung fest.
Weiterlesen »
