Unterstützer für Zeiler als SPÖ-Chef finden sich am Montag kaum. SPÖ-Klubchef Kucher bekannte sich zu Parteichef Babler. Der burgenländische Landeshauptmann Doskozil sieht durch Zeiler keinen...
Unterstützer für Zeiler als SPÖ-Chef finden sich am Montag kaum. SPÖ-Klubchef Kucher bekannte sich zu Parteichef Babler. Der burgenländische Landeshauptmann Doskozil sieht durch Zeiler keinen Erfolgskurs.
Landeshauptmann Hans Peter Doskozil am Mittwoch, 2. September 2026, im Rahmen einer Sonderlandtagssitzung zu den Landesfinanzen im Burgenland. Die Presse auf Google als bevorzugte Nachrichtenquelle hinzufügen. Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil hat sich am Montag am Rande einer Pressekonferenz einmal mehr ablehnend über Gerhard Zeiler als möglichen künftigen SPÖ-Chef geäußert.
„Ich bin bekannt dafür, dass ich meine Meinung nicht ändere, und dabei bleibe ich auch“, betonte er. Nach Zeilers ersten inhaltlichen Äußerungen rechne er damit, dass dieser einen Kurs nach dem „wirtschaftsliberalen Ansatz der Sozialdemokratie aus den 90er-Jahren“ verfolge. Die SPÖ müsse nun beurteilen, ob sie damit in der Lage sei, die FPÖ in den Griff zu bekommen, meinte Doskozil. Er selbst hatte das bereits Anfang September in einem Interview bezweifelt.
„Ziel muss ganz klar sein, eine blau-schwarze Regierung zu verhindern“, hielt der Landeshauptmann fest. Ein Termin mit Zeiler sei, wie angekündigt, zwar avisiert, aber noch nicht konkretisiert. Eventuell werde er im Oktober stattfinden. Worum es dabei genau gehen soll, ließ Doskozil auf Nachfrage offen.
„Jedes Gespräch ist sinnvoll“, betonte er. SPÖ-Klubchef Philipp Kucher hat sich am Montag indes eindeutig zu Andreas Babler bekannt: Als Klubobmann der Sozialdemokratie stehe er selbstverständlich hinter seinem Parteichef, sagte er in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinen Kollegen der Regierungsfraktionen im Vorfeld der Nationalrats-Sondersitzung. Die Ansage des Medienmanagers Zeiler, Babler an der Spitze der SPÖ ablösen zu wollen, hat laut diesen auch derzeit keine Auswirkung auf die Zusammenarbeit.
Dass man vor der Sondersitzung zur Spritpreisbremse zu dritt hier stehe und die Maßnahme präsentiere, zeige, dass die Zusammenarbeit weiterhin funktioniere, meinte Kucher. Zeilers Vorstoß wollte er nicht kommentieren, nur so viel: „Ich glaube, dass diese öffentlichen Personaldebatten auch ganz gut ohne mein Zutun funktionieren.
“ Schaden von der SPÖ abwenden könne man nur, indem man solche Diskussionen intern führe und weiterhin die „Probleme der Bevölkerung“ löse. Auch ÖVP-Klubchef Ernst Gödl wollte sich nicht direkt zum Zustand der SPÖ äußern.
„Es ist nicht Zeit für Spekulationen. Es ist Sache der SPÖ, wie sie ihr Team aufstellt“, meinte er nur. Und auch laut Gödl muss die Regierung funktionieren, was sie auch tue. Derzeit seien viele Projekte in Verhandlung.
Es gelte weiterhin, diese Punkt für Punkt abzuarbeiten „und dafür stehen wir auch“. NEOS-Klubobmann Yannick Shetty sagte, er verfolge die Debatte: „Wir werden uns natürlich anschauen, wie es sich in der SPÖ entwickelt.
“ Allerdings handle es sich um „Spekulationen“, weswegen sich die Frage der Regierungszusammenarbeit nicht stelle. Die Diskussion in der SPÖ brauche jetzt auch keine Kommentierung einer anderen Partei, meinte Shetty.
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