So viele Österreicher weinen wegen ihrer Arbeit

Österreich Nachrichten Nachrichten

So viele Österreicher weinen wegen ihrer Arbeit
Österreich Neuesten Nachrichten, Österreich Schlagzeilen

Psychische Belastung am Arbeitsplatz: Über die Hälfte der Österreicher weint wegen Job-Stress. ÖGB fordert bessere Arbeitsbedingungen.

52 Prozent der Befragten hat wegen des Jobs schon geweint, 64 Prozent hatten deswegen einen Wutausbruch. Der ÖGB fordert Maßnahmen. Eine User-Umfrage von der Plattform"karriere.at" anlässlich des Welttags für psychische Gesundheit am 10.

Oktober zeigt ein besorgniserregendes Bild aus der heimischen Arbeitswelt. Demnach 52 Prozent der Befragten mindestens einmal wegen ihres Jobs geweint. Ganze 64 Prozent hatte aus demselben Grund schon einmal einen Wutausbruch.

Zudem gaben 31 Prozent an, mehrmals im Monat aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit an die emotionale Belastungsgrenze zu kommen. Auf weitere 31 Prozent traf dies ein paar Mal im Jahr zu. Als Unterstützungsmaßnahmen würden sich 34 Prozent weniger Arbeitslast wünschen. Knapp ein Drittel der Befragten würde sich über ein Gespräch mit der Führungskraft freuen.

Auch professionelle Beratung und ein Austausch im Team wurden als wichtige Punkte genannt. Für den CEO bei"karriere.at" Georg Konjovic sei dies keine Überraschung.

"Nach Jahren der Rezession und Stagnation werden in vielen Unternehmen mehr Aufgaben auf weniger Schultern verteilt", befindet der Geschäftsführer. Führungskräfte sollten offen für Gespräche sein und die Bedürfnisse der Angestellten ernst nehmen. Der Österreichische Gewerkschaftsbund spricht bezüglich der Zahlen von"strukturellen Problemen". So würden zu viel Arbeit, zu wenig Personal und der permanente Druck dazu führen, dass Menschen krank werden.

Mangelnde Belastbarkeit der Beschäftigten sei laut ÖGB nicht das Problem. Seit Jahren würden Arbeitnehmer unter hohem Zeitdruck und steigenden Anforderungen leiden. Beide Punkte müssten trotz weniger Personal bewältigt werden. Des Weiteren würde psychische Belastungen noch immer häufig als individuelles Problem behandelt werden, anstatt die Ursachen in der Arbeitsorganisation zu bekämpfen.

Hier nimmt die Leiterin des Referats für Gesundheits- und Sozialversicherungspolitik im ÖGB, Claudia Neumayer-Stickler, die Betriebe in die Pflicht:"Wer dauerhaft an die Belastungsgrenze kommt, braucht keine Durchhalteparolen, sondern bessere Arbeitsbedingungen. Die Verantwortung dafür liegt bei den Arbeitgebern.

"Man sehe, dass psychisch bedingte Krankenstände in Österreich zunehmen würden. Dagegen müsse man mit Prävention, gesunden Arbeitsbedingungen und einer Arbeitswelt, die sich an den Lebensrealitäten der Beschäftigten orientiert gegensteuern. Daher fordert der ÖGB die"konsequente Evaluierung psychischer Belastungen in allen Betrieben und wirksame Maßnahmen zur Reduktion von Arbeitsdruck".

Zudem soll für ausreichend Personal gesorgt werden. Auch mehr nach"Mitbestimmung für Beschäftigte und Betriebsräte bei Maßnahmen zur Verbesserung der psychischen Gesundheit am Arbeitsplatz" wird verlangt. Zudem soll die betriebliche Gesundheitsförderung gestärkt werden.

Wir haben diese Nachrichten zusammengefasst, damit Sie sie schnell lesen können. Wenn Sie sich für die Nachrichten interessieren, können Sie den vollständigen Text hier lesen. Weiterlesen:

Heute_at /  🏆 2. in AT

 

Österreich Neuesten Nachrichten, Österreich Schlagzeilen

Similar News: Sie können auch ähnliche Nachrichten wie diese lesen, die wir aus anderen Nachrichtenquellen gesammelt haben.

Jede Nacht wach? Dieses Risiko könnte dadurch steigenJede Nacht wach? Dieses Risiko könnte dadurch steigenSchlaflosigkeit erhöht laut aktueller Studie das Risiko für Schlaganfall, Krankenhausaufenthalte und psychische Erkrankungen deutlich.
Weiterlesen »

Niederösterreich startet Yellow September für psychische GesundheitNiederösterreich startet Yellow September für psychische GesundheitNiederösterreich setzt im Rahmen des Yellow September ein sichtbares Zeichen für psychische Gesundheit und Suizidprävention. Dabei spielt das SUPRA NÖ-Netzwerk eine zentrale Rolle, um Hilfsangebote zu vernetzen. Die Kampagne thematisiert auch Einsamkeit und unterstützt besonders junge Menschen durch die Zusammenarbeit von Jugendbildungszentren und Psychosozialen Zentren. Für Krisen stehen niedrigschwellige Hilfsangebote bereit.
Weiterlesen »

Fatale Polizeikontrolle in Serbien: Österreicher wegen fehlender Grüner Karte festgehaltenFatale Polizeikontrolle in Serbien: Österreicher wegen fehlender Grüner Karte festgehaltenEin Wiener Reisender wurde in Serbien nach einer Verkehrskontrolle vor einen Schnellrichter gestellt, weil er die Internationale Versicherungskarte (Grüne Karte) nicht als Papierausdruck vorlegen konnte. Trotz digitaler Vorlage wurde er festgehalten und musste eine Strafe zahlen, da Serbien die Papiervorlage verlangt, obwohl das Kennzeichen-Abkommen gelten sollte.
Weiterlesen »

Tierheim-Tiere: Davor haben viele Österreicher AngstTierheim-Tiere: Davor haben viele Österreicher AngstEine neue Studie zeigt: Viele Tierhalter würden gern adoptieren – doch Sorgen um Gesundheit und Verhalten bremsen sie aus.
Weiterlesen »