Demokratie in Niederösterreich: Junge Niederösterreicher fordern in Zukunftsgesprächen der Initiative 'Mein Land denkt an morgen' mehr Mitsprache und digitale Bildung.
v.l.n.r. : Michael Stadlmann , Ulrike Prommer , Katrin Praprotnik , Hannah Scheidl , Julia Eisner , Friedrich Faulhammer Junge in NÖ stehen der Demokratie positiv gegenüber.
Beim Vertrauen in Politik und echter Mitsprache zeigt sich aber ein zurückhaltenderes Bild. Wie tickt Niederösterreichs Jugend? Und wie viel Vertrauen hat sie noch in Politik und Demokratie? Genau darum ging es Donnerstagabend, 17.
September, beim dritten Zukunftsgespräch der Initiative"Mein Land denkt an morgen" in Dabei kamen durchaus interessante Zahlen auf den Tisch. Laut aktuellen Ergebnissen aus dem Demokratieradar stimmenAuch mit der gelebten Demokratie in Österreich sind viele Junge grundsätzlich zufrieden: 69 Prozent bewerten ihr Funktionieren als sehr oder eher gut. Doch beim Vertrauen in die Politik wird das Bild deutlich kritischer.
"Zustimmung zur Demokratie bedeutet nicht automatisch Vertrauen in Politik oder aktive Beteiligung", erklärte Politikwissenschafterin Katrin Praprotnik. Junge Menschen müssten nachvollziehbare Informationen bekommen und tatsächlich erleben, dass ihre Beteiligung etwas verändern könne. Wurde dir eine Beihilfe gestrichen? Kannst du dir das Leben kaum mehr leisten?
Ist dir gerade etwas besonders Trauriges, Witziges oder Erstaunliches geschehen? Bewegt dich ein anderes Thema? Bist du der Meinung, dass deine Geschichte erzählt werden sollte? Dann melde dich bei uns unterBundesschulsprecherin Hannah Scheidl machte klar, dass Junge nicht nur dann gefragt werden wollen, wenn es ausdrücklich um Schule oder Jugend geht.
"Wir wollen bei jenen Entscheidungen mitreden, die unseren Alltag und unsere Zukunft betreffen", sagte Scheidl. Entscheidend sei, dass Mitsprache nicht nur angekündigt, sondern tatsächlich ernst genommen werde. Ein weiterer Schwerpunkt des Abends: Wie bilden junge Menschen ihre politische Meinung, wenn TikTok, Instagram, Algorithmen und künstliche Intelligenz immer stärker bestimmen, welche Informationen sie sehen? Für Michael Stadlmann vom Innovation Circle steht wiederum fest:"Junge Menschen engagieren sich dann, wenn Beteiligung niederschwellig ist und sie sehen, dass daraus tatsächlich etwas entsteht.
Es braucht Räume, in denen junge und erfahrene Stimmen auf Augenhöhe miteinander ins Gespräch kommen.
" Man dürfe nicht bloß über sie sprechen, sondern müsseInsgesamt sind 2026 fünf Zukunftsgespräche in den Regionen Niederösterreichs geplant. Die Ergebnisse aus Diskussionen, Befragungen und wissenschaftlichen Analysen sollen anschließend in die weitere Arbeit der Initiative einfließen.
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