Schwimmbadbauer aus Niederösterreich: Zwei Millionen Euro Schulden und neue Phantom-Pools

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Schwimmbadbauer aus Niederösterreich: Zwei Millionen Euro Schulden und neue Phantom-Pools
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Ein Schwimmbadbauer aus Niederösterreich hinterließ zwei Millionen Euro Schulden und soll trotz Bewährung erneut mit Phantom-Pools mindestens 14 Opfer betrogen haben. Die Kriminalpolizei ermittelt.

Ein Schwimmbadbauer aus Niederösterreich soll mindestens zwei Millionen Euro versenkt haben – und seine kriminelle Energie offenbar nicht verloren haben. Trotz einer Bewährungsstrafe wegen betrügerischer Krida soll der Unternehmer weiterhin Vorauszahlungen für sogenannte Phantom-Pools kassiert haben. Die Kriminalpolizei ermittelt gegen den Mann, der bereits mit seinem Poolhandel in Konkurs ging und Schulden von zwei Millionen Euro bei rund 70 Gläubigern hinterließ.

Hintergrund: Millionenpleite und Verurteilung

Österreich gilt als Land der Pools. Laut heimischer Wirtschaftskammer gibt es vom Bodensee bis Neusiedler See mindestens 200.000 private Schwimmbecken. Hinzu kommen Aufstellpools und Badeteiche. Besonders während der Corona-Zeit herrschte in der Branche Goldgräberstimmung. Doch unter den Schwimmbadbauern gibt es auch einige wenige schwarze Schafe.

Ein solches ist offenbar ein Unternehmer aus Niederösterreich. Er ging mit seinem Poolhandel in Konkurs und hinterließ zwei Millionen Euro Schulden beziehungsweise Forderungen von rund 70 Gläubigern. Da bei der Pleite mutmaßlich nicht alles mit rechten Dingen zuging, wurde der Geschäftsmann, dessen Firmen-Internetadresse mittlerweile nicht mehr existiert, im Landesgericht Wiener Neustadt nicht rechtskräftig wegen betrügerischer Krida zu einem Jahr bedingter Haftstrafe verurteilt.

Neue Vorwürfe: Phantom-Pools trotz Bewährung

Trotz des Schuldspruchs auf Bewährung soll der Verdächtige aber nichts an krimineller Energie verloren haben. Und machte mit seinem Geschäftsmodell einfach weiter. Mindestens 14 neuen Opfern soll er Phantom-Pools aufgeschwatzt und erneut eine diesmal sechsstellige Eurosumme abkassiert haben. Natürlich ohne jemals eine Leistung zu erbringen.

Die Vorauszahlungen steckte er in die eigene Tasche, der Masseverwalter bekam davon nichts zu sehen. Erneut ermittelt deshalb die Kriminalpolizei. Der Staatsanwalt sieht allerdings trotz offenkundiger Tatbegehungsgefahr weiterhin keinen Haftgrund.

Branche unter Druck: Goldgräberstimmung und schwarze Schafe

Die Schwimmbadbranche boomt in Österreich. Mindestens 200.000 private Schwimmbecken gibt es laut Wirtschaftskammer. In der Corona-Zeit stieg die Nachfrage nach Pools stark an. Viele Unternehmen profitierten, aber es gab auch unseriöse Anbieter.

Der Fall des niederösterreichischen Schwimmbadbauers zeigt, wie schwer es für Opfer sein kann, ihr Geld zurückzubekommen. Die Ermittlungen dauern an. Der Unternehmer bestreitet die Vorwürfe nicht explizit, äußerte sich aber nicht zu den konkreten Anschuldigungen.

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