Zwei Brüder im Alter von fünf und sechs Jahren sollen daheim von den leiblichen Eltern „gröblich vernachlässigt“ worden sein. Seit zweieinhalb Jahren ...
Zwei Brüder im Alter von fünf und sechs Jahren sollen daheim von den leiblichen Eltern „gröblich vernachlässigt“ worden sein. Seit zweieinhalb Jahren wohnen die beiden bei einer Pflegefamilie im Nordburgenland.
Das Zusammenleben gestaltet sich schwierig. Dritte Hauptverhandlung und noch immer kein Urteil in Sicht: Die Richterin will jetzt ein Gutachten einholen, ob die Entwicklungsverzögerung der laut Anklage „gröblich vernachlässigten“ Kindergartenkinder tatsächlich auf das Verhalten der leiblichen Eltern zurückzuführen ist. Es gilt die Unschuldsvermutung. Wie berichtet, soll das mittlerweile getrennt lebende Paar aus dem Nordburgenland die Buben, die seit März 2024 bei einer Pflegefamilie leben, mehr als ein Jahr lang regelmäßig hungrig ins Bett geschickt, geschlagen und beschimpft haben.
Erstangeklagt ist die Mutter , der die Kinder wegen Unterernährung und Verwahrlosung abgenommen wurden. Sie sagt vor Gericht: „Die Kinder haben oft mit Essen herumgespielt. Dann habe ich halt Grenzen gesetzt – und es gab manchmal kein Nachtmahl.
“Während sich die Pflegeeltern beim Prozess bedeckt geben über die Verfassung der Buben, zitiert eine diplomierte Sozialarbeiterin aus deren Aussagen ihr gegenüber. „Mir wurde zugetragen, dass die Kleinen von Albträumen geplagt werden. Dass sie Bettnässer sind. Dass sie im Biomüll nach Essbarem suchen.
Dass sie Brösel vom Boden aufschlecken. Dass sie aggressiv betteln. Dass sie einander aus dem Nichts Schmerz zufügen.
“ Der Pflegemutter habe der Ältere von Schlägen auf den Kopf, Hintern und Rücken erzählt. Von Beschimpfungen. Von Hunger.
„Es gab meist nur Brot und Wasser. Am Abend gar nichts. Der Kühlschrank war immer leer.
“ Dies alles lasse, so die Sozialarbeiterin, „auf eine Traumafolgestörung schließen“. Angeklagt ist auch der Vater . Er meint: „Mein Erziehungsstil war normal. Sie hat ihnen dauernd wegen Kleinigkeiten Watschen gegeben.
Wenn sie nicht daheim war, waren die Kinder lebensfroh und glücklich.
“ Ihre Antwort: „Es war genau umgekehrt. “User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum.
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