Schwere Vorwürfe gegen Klinik Floridsdorf nach mutmaßlicher Fehldiagnose

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Schwere Vorwürfe gegen Klinik Floridsdorf nach mutmaßlicher Fehldiagnose
Klinik Floridsdorf, Fehldiagnose, Notaufnahme

Eine Wienerin berichtet von einer 13-stündigen Notaufnahme mit unerträglichen Schmerzen und Fieber. Trotz steigender Entzündungswerte wurde sie mit der Diagnose eines eingeklemmten Nervs entlassen. Zwei Tage später musste sie in einem anderen Krankenhaus stationär aufgenommen werden. Die Patientin, selbst im Gesundheitswesen tätig, spricht von einer potenziell lebensgefährlichen Fehlbehandlung.

Eine Wienerin erhebt schwere Vorwürfe gegen die Klinik Floridsdorf. Man habe sie falsch behandelt und damit sogar in Lebensgefahr gebracht.13 Stunden in der Notaufnahme, unerträgliche Schmerzen, hohes Fieber – und am Ende die Entlassung mit einer folgenschweren Fehldiagnose.

Eine Wienerin erhebt nun schwere Vorwürfe gegen die Klinik Floridsdorf und spricht von einer potenziell lebensgefährlichen Fehlbehandlung. Die Frau, die selbst im Gesundheitswesen tätig ist, wurde an einem Freitag in den späten Abendstunden mit starken Schmerzen und Fieber in die Notaufnahme der Klinik Floridsdorf eingeliefert. Was folgte, beschreibt sie als"13-stündiges Martyrium". Laut ihren Schilderungen musste sie allein auf eine gynäkologische Untersuchung rund sechs Stunden warten.

Als Begründung sei ihr mitgeteilt worden, dass die zuständige Ärztin laufend zu Not-Kaiserschnitten gerufen werde. Da die ersten Untersuchungen keine eindeutige Ursache ergeben hätten, habe man die Patientin schließlich nach Hause schicken wollen. Doch die Wienerin bestand auf weitere Untersuchungen.

"Erst auf mein ausdrückliches Drängen wurde eine zweite Blutabnahme durchgeführt", erzählt sie. Dabei soll sich laut der Patientin gezeigt haben, dass ihr Entzündungswert innerhalb kurzer Zeit massiv angestiegen war. Statt dieser Entwicklung weiter nachzugehen, sei ihr laut eigener Aussage erklärt worden, die Beschwerden könnten von einem eingeklemmten Nerv stammen. Trotz starker Schmerzen wurde die Frau nach Hause entlassen.

Zusätzlich erhielt sie Schmerzmittel und die Empfehlung, die betroffene Körperregion mit Wärme zu behandeln. Werde Whatsapp-Leserreporter unter der Nummer 0670 400 400 4 und kassiere 50 Euro für dein Foto in der Tageszeitung oder dein Video auf Heute.at! Die Situation verschlechterte sich jedoch dramatisch. Nur zwei Tage später suchte die Wienerin ein anderes Wiener Krankenhaus auf.

Dort wurde sie laut eigenen Angaben sofort stationär aufgenommen. Die Diagnose: eine Pyomyositis im Bereich der Lendenwirbelsäule – eine schwere bakterielle Infektion mit Abszessbildung im Muskelgewebe.

"Ich habe das Krankenhaus nur durch pures Glück noch rechtzeitig erreicht", sagt die Betroffene. Nach Angaben der behandelnden Ärzte hätte die Erkrankung unbehandelt schwerwiegende Folgen haben können. Im schlimmsten Fall wären dauerhafte Lähmungen oder eine lebensgefährliche Blutvergiftung möglich gewesen. Die Wienerin befindet sich nach eigenen Angaben weiterhin in stationärer Behandlung.

Mittlerweile hat sie rechtliche Schritte eingeleitet. Eine Beschwerde sei bereits an die Ärztliche Direktion der Klinik Floridsdorf übermittelt worden.

Zudem wurde die Wiener Pflege-, Patientinnen- und Patientenanwaltschaft eingeschaltet. Dort soll nun geprüft werden, ob tatsächlich ein Behandlungsfehler vorliegt. In einer Stellungnahme der Klinik Floridsdorf heißt es gegenüber"Heute", dass zum Zeitpunkt der Behandlung weder Hinweise auf eine bakterielle Infektion noch auf einen Abszess vorlagen. Auch die Computertomographie habe keinen entsprechenden Befund ergeben.

Selbst im zweiten Wiener Spital sei die spätere Diagnose zunächst nicht gestellt worden, da die Erkrankung erst mehrere Tage später eindeutig nachweisbar gewesen sei. Die Klinik betont, dass medizinische Entscheidungen stets auf Basis der zum jeweiligen Zeitpunkt verfügbaren Untersuchungsergebnisse getroffen würden. Die später diagnostizierte Erkrankung sei bei der Vorstellung der Patientin in der Klinik Floridsdorf noch nicht erkennbar gewesen.

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