Saudi-Arabien plant Insidern zufolge eine neue Militäroffensive gegen die Houthi-Miliz im Jemen, um die Schifffahrtsroute im Roten Meer zu sichern.
Saudi-Arabien plant Insidern zufolge eine neue Militäroffensive gegen die vom Iran unterstützte Houthi-Miliz im Jemen. Ziel sei es, die strategisch wichtige Schifffahrtsroute im Roten Meer zu sichern, berichteten regionale und westliche Offizielle der Nachrichtenagentur Reuters. Der Einsatz solle in den kommenden Wochen beginnen und von jemenitischen Bodentruppen ausgeführt werden, die von Riad beaufsichtigt und durch saudi-arabische Luftangriffe unterstützt würden.
Pläne und Ziele der Offensive
Sechs Personen mit Kenntnis der Vorbereitungen bestätigten die Pläne. Stellungnahmen der saudi-arabischen und jemenitischen Regierung sowie der Houthi-Miliz lagen zunächst nicht vor. Ein Hauptziel der Offensive sei es, die jüngsten Gebietsgewinne der Houthi-Miliz rückgängig zu machen. Diese hatte im September die Kontrolle über die Meerenge Bab al-Mandab übernommen.
Die Meerenge Bab al-Mandab ist die südliche Zufahrt zum Roten Meer und damit eine entscheidende Route, die das Mittelmeer über den Suezkanal mit Asien verbindet. Die Sicherung dieser Route ist von großer strategischer Bedeutung für den internationalen Handel und die regionale Stabilität.
Hintergrund: Bürgerkrieg und Waffenstillstand
Saudi-Arabien war 2015 an der Spitze einer arabischen Koalition in den Bürgerkrieg im Jemen eingetreten. Ein 2022 vereinbarter Waffenstillstand hielt weitgehend, bis die Houthis in diesem Jahr als Reaktion auf den Krieg mit dem Iran begannen, saudi-arabische Schiffe und Ölanlagen anzugreifen. Die USA unterstützen Riad bereits mit Informationen der Geheimdienste, eine direkte Beteiligung an den Kämpfen werde jedoch nicht erwartet, hieß es aus den Kreisen.
Auch die Türkei und Pakistan leisten einem Verteidigungsabkommen zufolge militärische Unterstützung in Form von Ausrüstung und Beratern. Der Erfolg der Offensive hänge jedoch von der Leistungsfähigkeit der als zersplittert geltenden jemenitischen Bodentruppen ab.
Optionen und internationale Unterstützung
Den Insidern zufolge erwägt Saudi-Arabien zwei Optionen: einen gezielten Angriff auf das Gebiet um Bab al-Mandab oder eine breitere Offensive an mehreren Fronten im Jemen. Die Entscheidung über die endgültige Strategie steht noch aus. Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Entwicklung mit Spannung, da eine Eskalation des Konflikts weitreichende Folgen für die Region haben könnte.
Die Houthi-Miliz wird von Iran unterstützt und hat in den vergangenen Jahren wiederholt Angriffe auf Schiffe im Roten Meer verübt. Die geplante Offensive könnte die Machtverhältnisse im Jemen verändern und die Sicherheit der Schifffahrtswege nachhaltig beeinflussen. Saudi-Arabien strebt mit der Operation eine Stärkung der eigenen Sicherheitsinteressen an und will die Kontrolle über die strategisch wichtigen Seewege zurückgewinnen.
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