Sanatorium-Bar in der Postgasse: Lärm bleibt nach Musikreduzierung ein Problem

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Sanatorium-Bar in der Postgasse: Lärm bleibt nach Musikreduzierung ein Problem
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Die Sanatorium-Bar in der Postgasse, eine Einrichtung der Albert Trummer, ist seit zwei Wochen geöffnet und bringt für die Anrainer eine Menge Lärm mit sich. Die Betreiber haben die Musik bereits leiser gedreht, aber der Lärm vor dem Lokal bleibt ein Problem.

Anrainer fühlen sich vom Lokal in der Postgasse gestört. Die Musik wurde bereits leiser gedreht. Lärm vor dem Lokal bleibt ein Problem. Die neue Sanatorium-Bar in der Postgasse sorgt für Wirbel: im wahrsten Sinn des Wortes.

„Ich bin schon so müde von dem Ganzen“, schildert eine Anrainerin der „Presse“. Vergangene Nacht sei sie gegen 23 Uhr eingeschlafen – und zwei Stunden später wieder aufgewacht, vermutlich wegen des Lärms vor der Bar, im Durchgang zwischen Postgasse und Karl-Lueger-Platz.

„Unten waren die Leute laut, ich habe wieder die Polizei gerufen. Dann war es zwei Minuten ruhig – und es ist wieder losgegangen. Es nervt, es ist wirklich furchtbar.

“ Zwei Wochen ist es her, dass das Sanatorium aufgesperrt hat. Dass das Gedränge vor der kleinen Bar groß sein würde, damit hatte man zumindest für die Eröffnung gerechnet; steht dahinter doch Barmann Albert Trummer, der in New York einst mit seiner Apotheke-Bar, später mit deren Nachfolger Sanatorium für Furore gesorgt hatte.

Mit selbigem sind Albert Trummer und sein Sohn Jakob nun quasi nach Wien übersiedelt – mit einer Einrichtung, die an den Jugendstil angelehnt ist, mit einem Apothekerschrank in Otto Wagner-Grün und pharmazeutisch inspirierten Cocktails. Nur, dass es in und um das Sanatorium offenbar weiterhin nicht ganz so ruhig zugeht, wie man es mit der Genesung Kranker verbinden würde.

Auch der „Kurier“ berichtete über Anrainerbeschwerden, unter anderem habe sich auch das benachbarte Dominikanerkloster eingeschaltet und das zuständige Bezirksamt den Betrieb aufgefordert, die Musikanlage zu plombieren. Barbetreiber Jakob Trummer soll demnach die Musik bereits leiser gedreht haben. Auch die Anrainerin, die sich an die „Presse“ gewandt hat, hat dies positiv zur Kenntnis genommen. Die Musik sei jetzt leiser, auch die bisher störende Lüftung habe sie in der vergangenen Nacht nicht mehr wahrgenommen.

„Was für mich aber besonders unangenehm ist, ist dieser Stimmenteppich vor dem Fenster, vom Aufsperren bis zur Sperrstunde, je später, desto lauter, und das hört keine Minute auf, in diesem Schacht hört man es auch sehr laut. “ Das Lokal, das vor dem Sanatorium hier beheimatet war, habe das ernster genommen, das wünscht sie sich auch von den nunmehrigen Betreibern: „Es ärgert mich so, weil ich auch weiß, dass es anders geht. Der vorige Club hat die Leute reingeholt.

Dann war wieder eine Ruhe für mindestens ein, zwei Stunden. Da konnte man wieder einschlafen.

“ Von Barbetreiber Jakob Trummer heißt es zur „Presse“: Man erfülle alle behördlichen Auflagen, die Musikanlage sei genehmigungskonform eingerichtet und werde auch entsprechend betrieben. „Wir tun unser Möglichstes, um ein gutes Einvernehmen mit den Anrainern zu haben. Das Türpersonal ist sensibilisiert darauf, für Ruhe zu sorgen.

“ Gleichzeitig heißt es aber auch: Man werde nicht verhindern können, dass Menschen in der Innenstadt auf der Straße stehen. Im „Kurier“ gab sich Trummer noch etwas kantiger: „Wir sind um eine gute Gesprächsbasis mit den Anrainern bemüht, soweit diese überhaupt dialogoffen sind und den ersten Bezirk nicht als Freilichtmuseum auslegen. “

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