Salzburger Politik fordert härtere Strafen gegen Störer bei Badeunfällen

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Salzburger Politik fordert härtere Strafen gegen Störer bei Badeunfällen
Badeunfall, Einsatzkräfte, Störung

Nach einem tödlichen Badeunfall in Seekirchen soll das Land Maßnahmen ergreifen, die Einsatzkräfte vor Behinderungen und unbefugtem Filmen schützen. Die Forderungen umfassen strengere Gesetze, Aufklärungskampagnen und technische Unterstützung, um Rettungskräfte vor Störungen zu bewahren.

Nach einem tödlichen Badeunfall in Salzburg macht das Land Druck: Wer Einsatzkräfte behindert oder Opfer filmt, soll härter bestraft werden. Ein tödlicher Badeunfall in Seekirchen sorgte im August für Entsetzen.

Eine 85-Jährige musste von Einsatzkräften aus dem Wasser gerettet und reanimiert werden. Doch während die Helfer um das Leben der Frau kämpften, sollen Badegäste zugesehen und ihre Handys gezückt haben –konnte zunächst nicht landen, weil Badegäste den notwendigen Platz nicht freimachten. Für die Salzburger Politik ist nun klar: Gegen Gaffer und Menschen, die Einsatzkräfte behindern, soll härter vorgegangen werden.möglich sein, wenn Einsatzkräfte behindert werden. Auch das unbefugte Filmen und Verbreiten von Aufnahmen von Unfallopfern soll stärker ins Visier genommen werden.

Zusätzlich werden Informationskampagnen und technische Möglichkeiten gefordert, mit denen Einsatzkräfte besser geschützt und Störungen dokumentiert werden können.

"Es kann nicht sein, dass sie dabei von Schaulustigen behindert, provoziert oder Verunglückte mit dem Handy gefilmt werden", erklärt FPÖ-Landtagsabgeordneter Andreas Hochwimmer. Einsatzkräfte müssten sich in schwierigen Situationen darauf konzentrieren können, Menschen zu retten und Gefahren abzuwehren. Gerade bei schweren Unfällen könne das Verhalten von Schaulustigen wertvolle Zeit kosten.

"Wenn Menschen schwer verletzt am Boden liegen, zählt mitunter jede Minute", so Hochwimmer. Rettungssanitäter, Feuerwehrleute oder Polizisten dürften dann nicht auch noch Zeit und Aufmerksamkeit dafür aufwenden müssen, Gaffer zurückzudrängen oder sich gegen Störungen zu wehren. Da die geforderten Verschärfungen auf Bundesebene umgesetzt werden müssten, liegt der Ball nun in Wien. Der Bund soll prüfen, wie der rechtliche Schutz von Einsatzkräften verbessert werden kann.

"Wer Feuerwehr, Rettung und Polizei bei ihrer Arbeit behindert, darf nicht darauf vertrauen können, dass ein derartiges Verhalten ohne spürbare Konsequenzen bleibt", fordert Hochwimmer. Ob tatsächlich neue oder höhere Freiheitsstrafen kommen, ist noch offen. Der Salzburger Landtag hat mit seinem einstimmigen Beschluss jedenfalls ein klares Signal an den Bund geschickt.

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