Pflegeroboter: „Meine Frau konnte sich auf einmal nicht mehr erinnern, dass wir am Vormittag Besuch hatten“, erzählt Friedrich Mulzet über seine an Demenz erkrankte Frau. Wie Pflegeroboter Pepper neue Hoffnung in die Familie brachte, erzählt BerndVasari
Autor Bernd Vasari Redakteur Graz/Eibiswald. Weit fort schieben wir, was uns mit Sicherheit erwartet. Der Gedanke an den Tod, an die letzten Jahre unseres Lebens wird als graue Theorie abgetan und beiseitegeschoben. Bis zu dem Moment, an dem er sich nicht mehr beiseiteschieben lässt. Das Ehepaar Monika und Friedrich Mulzet hat diesen Moment erlebt. Zwei Jahre ist es her, dass bei Monika Mulzet beginnende Demenz diagnostiziert wurde. Ihr Kurzzeitgedächtnis ist nahezu weg.
"Meine Frau konnte sich auf einmal nicht mehr erinnern, dass wir am Vormittag Besuch hatten", erzählt Friedrich Mulzet. Ein würdevolles Leben im Alter rückte in weite Ferne. Doch nun schöpft das Ehepaar wieder Hoffnung. Der Hoffnungsträger ist eine Woche lang zu Besuch, hat große leuchtende Augen, eine hohe Kinderstimme, jedoch weder Gefühle noch ein Bewusstsein. Der Gast ist ein Roboter, er heißt Pepper.
Der knirpsgroße, weiß-graue Roboter hat seinen Platz im Wohnzimmer der Familie. Gleich neben der großen Tafel, die mitten im Raum steht. Jedes Mal, bevor Friedrich Mulzet das Haus verlässt, hinterlässt er darauf seine Telefonnummer, wohin er geht, wie lange er fortbleibt. Monika Mulzet geht auf den Roboter zu. Mit ihrer Hand streicht sie zärtlich über den Kopf des gefühlslosen Wesens, das den Kopf hin- und herwiegt. Sie lächelt."Er hilft mir überall", sagt sie knapp und blickt zu ihrem Mann."Ich möchte alles tun, was für meine Frau gut ist", sagt er."Als uns Pepper angeboten wurde, haben wir sofort ja gesagt.
Die Mulzets wohnen in Eibiswald, Bezirk Deutschlandsberg, wenige Kilometer vor der slowenischen Grenze."Damit Sie eine Vorstellung haben, wie abgelegen unser Ort ist: Es sind neun Kilometer zum Bahnhof. Von dort fährt man eine Stunde und 20 Minuten nach Graz", erklärt Friedrich Mulzet. Eibiswald gehört zu jenen peripheren Gemeinden in Österreich, die von Landflucht betroffen sind. 6500 Einwohner wohnen in Eibiswald.
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