Robinson‑R44‑Hubschrauber ausgeraubt und verschwunden - Ermittlungen laufen

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Robinson‑R44‑Hubschrauber ausgeraubt und verschwunden - Ermittlungen laufen
Kriminalität, Hubschrauberdiebstahl, Robinson R44

Ein Robinson R44 mit dem Kennzeichen OE‑XHK, dem ein Cafébesitzer gehört, wurde am Montag früh ausgeraubt und wird seitdem über der Insel Pag in Kroatien geortet. Die Polizei Salzburg liefert keine Details zur Flugsicherheit, sondern betont, dass die Ermittlungsarbeit intensiv fortgeführt werde. Die Passage des Hubschraubers durch österreichisches und kroatisches Flugspektrum, die Entfernung von Ortungssystemen und die ungewöhnlich große Treibstoffmenge am Hangar sind zentrale Punkte der Untersuchungen. Alle Beteiligten arbeiten zusammen, um die Täter zu fassen und die Mieteinheit zu sichern.

Die Maschine des Typs Robinson R44, ausgestattet mit dem Kennzeichen OE‑XHK, gehört einem Gastronom aus Pongau. Der ex‑Skisprungstar Thomas Morgenstern betreibt die Betriebsfirma und nutzt den Hubschrauber für Rundflüge an der Alpengrundlage.

Laut Medienberichten wurde die Maschine am vergangenen Montag gegen 4:20 Uhr über der kroatischen Insel Pag geortet. Die Polizei Salzburgs bestätigte die Angaben nicht. Der Nachforschungszug findet die Beteiligten und die verschwundene Maschine bisher nicht. Im Team arbeiten das Landeskriminalamt Salzburg, die Austro Control, das österreichische Bundesheer sowie ausländische Behörden.

Vermisster Hubschrauber auf Pag

Ein Sprecher der Landespolizeidirektion erklärte am Dienstagvormittag, dass die Ermittlungen intensiv fortgeführt würden und sämtliche Möglichkeiten ausgeschöpft würden, um Erfolg zu finden. Die Polizei gibt aus ermittlungstaktischen Gründen keine detaillierten Informationen preis. Es sei bekannt, dass der gestohlene Hubschrauber das Bundesgebiet kurz nach 2:00 Uhr verlassen hatte. Gleichzeitig bestätigte die Polizei am Montag, dass die Maschine in Kroatien geortet worden sei, allerdings ohne exakten Ort anzugeben, da es sich um hochsensible Daten liege, die nur aus dem Flugraummonitoring stammten.

Größere Details über Tatzeit und genaue Fährtrittpunkte bleiben ebenfalls geheim. Laut Medienberichten soll der Hubschrauber um 1:50 Uhr gestohlen worden sein. Ein Mitglied des örtlichen Flugvereins hatte den Startgeräuschanteil aufgenommen und konnte den Piloten nicht kontaktieren. Bei einer nachfolgenden Kontrolle stellte der Mann Einbruchsspuren im Hangar fest, alarmierte sofort die Polizei.

Aus den bisherigen Untersuchungen geht hervor, dass die unbekannten Täter über die Hintertüre eingebrochen, den Hubschrauber mit einem Rangierwagen aus dem Hangar transportierten und ihn anschließend mit einem Raufussatz von 365 Litern Betankung ausstatteten. Der Tank des Hubschraubers hätte 170 Liter Platz, die Menge sei also mehr als das Doppelte des zulässigen Volumens.

Diebstahl und Flucht der Maschine

Der Eigentümer, Manuel Aster, Gastronom und Betreiber des Aster's Mountainclub in Wagrain, bestätigte, dass bei der Tankstelle Mauterndorf dieselbe Menge des Treibstoffs entnommen worden sei - eine Videoüberwachung dort gibt es nicht. Er bezeichnete die Täter als Professionelle, die die Operation sorgfältig geplant hätten. Weiterhin wurde ein Ortungssystem ausgebaut, der Absturzsender deaktiviert und der Transponder ausgeschaltet - dies machte die Maschine nicht zum Flugsicherungspflichtfall. Der Mietflugplatz Mauterndorf sehe daher keine Möglichkeit, in der Nacht Flugrecht zu räumen.

Mit dem vollgetankten Helikopter könne man bei durchschnittlichen Bedingungen rund zweieinhalb Stunden fliegen, so ein Sprecher von Thomas Morgenstern am Dienstag zur Außenseits. Die Firma von Morgenstern bietet die Maschine zum Rundflug an, doch die Diebe setzten den Mondlichtwirbel und klaren Himmel der Nacht gezielt für ihren Coup ein. Der Eigentümer von Pongau gibt an, zu diesem Zeitpunkt keine Informationen über den aktuellen Standort des Hubschraubers zu besitzen.

Er sagt, weder darauf noch darauf sei klar, wer sich so etwas trauen könne. Er beschreibt die ganze Situation als Krimi, bei dem es scheint, als sei der Helikopter vom Erdboden verschwunden, ohne dass niemanden bemerkt, da man heute Drohnen orten könne. Das System der Luftraumüberwachung habe einen Fehler gemacht. Nach seinem Aussage hat er bisher erfahren, dass der Hubschrauber über die Steiermark und Kärnten geflogen sei und Östreich in Richtung Süden verlassen habe.

Ermittlungen zu Flugroute und Tätern

Die Polizei meldete der Austro Control um 2:15 Uhr, dass der Hubschrauber gestohlen worden sei, erklärte Markus Pohanka, Sprecher von Austro Control. Die Austro Control könne über Sekundärradaranlagen Flugzeuge orten, wenn der Transponder eingeschaltet sei. Für den Fall eines ausgeschalteten Transponders bieten primäre Radarangebote des Bundesheeres Möglichkeit, Flugzeuge orten zu können. Die derzeit vorliegenden Radardaten werden untersucht, um den weiteren Kurs mit dem Hubschrauber zu bestimmen.

Alle Flugspuren werden nun detailliert ausgewertet. In enger Zusammenarbeit mit dem Bundesheer und der Polizei werden die Erkenntnisse zusammengetragen. Die Nachforschungen werden von den Behörden unterstützt. Die Suche gestaltet sich, wenn die Ortungstechniken deaktiviert sind, erschwert.

Ein solcher Fall sei in Österreich noch nie aufgetreten. Die Polizei habe Tatort- und Spurensicherung vorgenommen, die Daten auch mit internationalen Datenbanken abgeglichen. Hauptaufgabe sei die Befragung, und man vermute, dass die Täter den Flugplatz gut kannten - die Tat sei grob im Voraus geplant. Personen mit Zugang zum Flugplatz werden ebenfalls vernommen.

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